Ministerwechsel in Schwerin:

Christian Pegel übernimmt Energieressort

Seit längerem zeichnen sich Veränderungen in der Landesregierung ab. Den Startschuss zur Kabinettsumbildung gab Energieminister Schlotmann mit seinem Rücktritt. Ihm folgt Christian Pegel. Mit Sozialministerin Schwesig steht aber ein weiteres Kabinettsmitglied auf Abruf.

Christian Pegel wird neuer Energieminister in Schwerin.
Jens Büttner Christian Pegel wird neuer Energieminister in Schwerin.

Christian Pegel wird neuer Energie- und Verkehrsminister Mecklenburg-Vorpommerns. Der Sozialdemokrat tritt die Nachfolge von Volker Schlotmann (SPD) an. Der 57-Jährige hatte am Dienstagvormittag dem Kabinett schriftlich mitgeteilt, dass er zum Jahresende aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt scheiden wird. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) informierte am Nachmittag zunächst die SPD-Landtagsfraktion über den personellen Wechsel.

Pegel ist bislang Chef der Staatskanzlei. Der in Greifswald lebende Jurist gilt als enger Vertrauter Sellerings. Dieser hatte den 39 Jahre alten gebürtigen Hamburger im Juni 2012 in die Landespolitik geholt.

Schon seit längerem war über die Ablösung des glücklosen und gesundheitlich angeschlagenen Schlotmann spekuliert worden. Die Neubesetzung des Postens wird aller Voraussicht nach im Rahmen einer größeren Kabinettsumbildung zu Beginn des neuen Jahres erfolgen. Sellering muss dabei wahrscheinlich auch Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) ersetzen, deren Wechsel nach Berlin offenbar bevorsteht. Die SPD-Bundesvize wird als sichere Kandidatin für das Amt der Bundesfamilienministerin in der großen Koalition gehandelt.

Sellering, der dem Energieressort in seinem Kabinett eine Schlüsselrolle beimisst und den Bereich nach der Landtagswahl 2011 deshalb von der CDU zur SPD holte, zeigte Verständnis für die Entscheidung Schlotmanns: "Die Gesundheit geht vor", betonte er und dankte Schlotmann für dessen Wirken. In seiner fünfjährigen Amtszeit als Verkehrs- und Energieminister sei der "Ausbau der erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern ein großes Stück vorangekommen". Doch waren dem Minister selbst aus den eigenen Reihen auch mangelnde Präsenz und zu zögerliches Handeln vorgeworfen worden.