Trockenheit macht Bauern zu schaffen:

Das trockene Wetter hat Folgen fürs heimische Obst

Die kühle Witterung verzögert schon jetzt die Reife auf Plantagen und Feldern. Muss die Ernte bereits abgeschrieben werden?

Die Landwirte wünschen sich jetzt vor allem eins: Regen. Viel zu trocken war das Frühjahr.
Jens Büttner Die Landwirte wünschen sich jetzt vor allem eins: Regen. Viel zu trocken war das Frühjahr.

Während auf bewässerten Erdbeer- und Gemüsefeldern die Landwirte eher mit dem Ernteverzug durch die kühle Witterung hadern, schrillen bei den Obstbauern die Alarmglocken. "Jetzt müssten eigentlich Äpfel, Kirschen und Plaumen wachsen", erläutert Hornig, Chef des Obst- und Gemüseanbauverbandes in MV . Die paar "Huschen" vom Wochenende habe der kräftige Wind schon weggetrocknet. Wenn das so weiter gehe, müsse im Herbst mit kleinen Früchten gerechnet werden. "Für Panik ist es aber noch zu früh", rät er zur Gelassenheit. Zunächst deute sich auch beim Obst wegen der kühlen Temperaturen einen Ernteverzögerung an.

Besonders erwischt haben Kälte und Trockenheit die östlichen Regionen von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, darunter die Uecker-Randow-Region und die Uckermark. "Während es woanders noch geregnet hat, ist hier kaum was angekommen", sagt Holger Brantsch, Sprecher des Bauernverbandes Brandenburg. Entsprechend hoch ist die Waldbrandgefahr: Von der Uckermark bis zur Insel Usedom gilt derzeit die zweithöchste Warnstufe.

Auf den Feldern werde gerade jetzt das Wasser für das Wachstum der Getreidekörner in den Ähren benötigt. "Wir bibbern jetzt alle, dass es bald regnet", betont der Sprecher. Ohne das kosbare Nass drohe die Notreife des Getreides.

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