Angeklagter soll sich an 10-Jähriger vergangen haben:

Deal im Prozess wegen Kindesmissbrauchs

Der Angeklagte bestritt zunächst alle Vorwürfe. Doch nachdem im vom Landgericht Schwerin ein strafrechtlicher Deal angeboten wurde, sagte er aus.

Jens Büttner Der Mann muss sich seit Dienstag am Landgericht Schwerin verantworten. Das Urteil steht noch aus.

Im Prozess wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes hat ein 47-jähriger Mann in Schwerin nach einem strafrechtlichen Deal die Taten gestanden. Der Mann muss sich seit Dienstag am Landgericht Schwerin verantworten. Laut Anklage soll er im vorigen Jahr von Sommer bis Oktober ein zehnjähriges Mädchen sechs Mal missbraucht haben. Er soll dazu mit dem Kind - einer Freundin seiner Tochter - unter anderem an Badeseen in Schwerin und Umgebung gefahren sein. Das Mädchen habe sich später seiner Mutter offenbart, die im März Anzeige erstattete. Der Mann wurde wegen mehrfachen, teils schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt.

Vor Gericht bestritt er zunächst die Vorwürfe sexueller Handlungen, sondern gab lediglich zu, mit dem Mädchen an Strände gefahren zu sein. Ein Deal führte jedoch zu einem Sinneswandel, der dem jetzt elfjährigen Opfer die Aussage vor Gericht ersparte. Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht konfrontierten den Angeklagten nach Angaben eines Gerichtssprechers in einem Rechtsgespräch mit einem Brief, den er aus der Untersuchungshaft an seine Tochter geschrieben hatte. Darin habe er Andeutungen gemacht, die sich mit den Vorwürfen aus der Anklage deckten. Mit dem Mann sei ein Strafrahmen zwischen dreieinhalb Jahren und drei Jahren und neun Monaten vereinbart worden, wenn er die Taten gesteht. Daraufhin ließ der Angeklagte über seinen Anwalt erklären, dass er die vorgeworfenen Taten begangen habe.  

Der Prozess soll am Mittwoch mit der Vernehmung weiterer Zeugen, darunter der Mutter des Kindes, fortgesetzt werden. Voraussichtlich am kommenden Montag (24. August) soll das Urteil verkündet werden.

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