MVgida-Demonstration in Schwerin:

Demonstranten und Gegner halten sich die Waage

Die Demonstration der islamkritischen MVgida-Bewegung und deren Gegendemonstration sind am Abend friedlich abgelaufen. Die Polizei verhinderte Versuche, die Route der MVgida-Anhänger zu blockieren.

Trotz Regen erschienen am Montag 400 bis 500 Gegendemonstranten in Schwerin.
Jens Büttner Trotz Regen erschienen am Montag 400 bis 500 Gegendemonstranten in Schwerin.

In Schwerin sind am Montagabend jeweils mehrere hundert Anhänger der islamkritischen MVgida-Bewegung und Gegendemonstranten auf die Straße gegangen. Sie standen sich etwa eine Stunde nur durch eine Straße getrennt gegenüber, ehe sich der Demonstrationszug von MVgida durch die Innenstadt in Bewegung setzte. Die Zahl der MVgida-Demonstranten gab die Polizei mit 500 an, die der Gegendemonstranten mit 400 bis 500.

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sagte bei einer Kundgebung, er habe keinerlei Verständnis für die Demonstrationen der Islamkritiker. Rechtsextremisten versuchten, das Klima in Mecklenburg-Vorpommern zu vergiften. "Wir wollen ihnen die Straßen und Plätze nicht überlassen", sagte er. Bei der Kundgebung eines Bündnisses für ein weltoffenes Schwerin sprachen auch Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) und Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke).

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