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Der Navigator für den Radfahrer

Ob Schulweg, Ausflug mit Erlebnis-Garantie oder Start-Ziel-Suche – der Radnetzplaner weist den Weg durch Mecklenburg-Vorpommern. Vorerst allerdings noch mit einer kleinen Hürde.

Mit dieser Suchmaske können Radler bald ihre Ausflüge planen.
Screenshot Radnetzplaner MV Mit dieser Suchmaske können Radler bald ihre Ausflüge planen.

Um die Enttäuschung gleich vorwegzunehmen: Die Punktlandung ist missglückt. Zum 1.  Juni wollte das Verkehrsministerium den virtuellen Radnetzplaner MV freischalten. Stattdessen muss die halböffentliche Testphase um einige Wochen verlängert werden. Dafür allerdings sind noch mehrere Hundert Online-Zugänge zu haben.

Wer die Internetseite schon jetzt nutzen oder an ihrer Verfeinerung mitwirken will, sollte sich über das Regierungsportal per Mail die Zugangsdaten anfordern. Es kann ein, zwei Tage dauern, bis Benutzername und Passwort im Postfach liegen. Doch dann steht der Routenplanung nichts mehr im Weg .

„Einfach nur die Punkte A und B verbinden? Wir wollen viel mehr“, sagt Michael Wolf. Der Jungingenieur hat an der Hochschule Neubrandenburg Geoinformatik und Geodäsie studiert und arbeitet in Schwerin beim Zweckverband elektronische Verwaltung im Bereich Geodatenmanagement. Dort wurden zunächst alle für Radler geeigneten Pisten erfasst: Straßen beispielsweise, auf denen nicht mehr als 2000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs sein dürfen; Radwege entlang der Straßen; landwirtschaftliche Wege; Forstwege – summa summarum etliche Tausend Kilometer. Hinzu kamen alle von Touristikern als Touren konzipierten Strecken wie Tollensesee-, Müritz- oder Peenetal-Rundweg, Hotels, Pensionen, Zeltplätze, Bett-und-Bike-Betriebe, Gasthäuser, Ausflugsziele und so weiter und so fort – also alles, was als Start, Ziel oder Zwischenstation taugt.

Möglichst viele und ausgeklügelte Varianten

All diese Daten können unter verschiedenen Aspekten zu Radtouren kombiniert werden, wie Michael Wolf erklärt. Die bekannte Start-Ziel-Suche mit Adresseingabe ist – etwa für Schul- oder Arbeitswege – ebenso möglich, wie das Festlegen einer ausgefeilten Route, die jede naheliegende Sehenswürdigkeit ansteuert. Umwege können per Mausklick eingebaut oder alle fahrbaren Wege in einem bestimmten Umkreis ermittelt werden. Wer gern etwas in der Hand hält, kann alle Touren auf Papier ausdrucken. Sie lassen sich aber auch in alle gängigen GPS- und Routingformate übertragen und digital nutzen. Der Radnetzplaner soll einheimischen wie auswärtigen Radfahrern dienen, oder auch den Gastwirten und Herbergsbetreibern, die ihren Gästen Touren in der Umgebung empfehlen wollen.

Wie einfach das Ganze zu handhaben ist? Noch wird daran gearbeitet, die Seiten etwas benutzerfreundlicher zu gestalten. Das sei, wie Michael Wolf sagt, keine ganz einfache Aufgabe angesichts des Anspruchs, möglichst viele und ausgeklügelte Such-Varianten anzubieten. Er sträubt sich ein wenig, zu erklären, wen denn ein Techniker im Blick hat, wenn er Orientierungssysteme im Internet schafft. Schließlich rückt er doch damit heraus: Die Messlatte liegt beim unter Programmierern berühmten DAU, dem „Dümmsten Anzunehmenden User“. Damit eben jeder künftig mit dem Radnetzplaner MV zurechtkommt, musste der Probebetrieb noch etwas verlängert werden.

www.radnetz-mv.de

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