Bilanz zu 20 Jahren Landesverfassung:

Der Ostteil von MV ist abgehängt

Ein Jahr lang hat die Landesregierung an der Antwort auf eine Große Anfrage der Linken im Landtag gearbeitet. Auf 556 Seiten zieht sie eine durchwachsene Bilanz der vergangenen Jahre.

Vorpommern wie hier Loitz geht es nach 20 Jahren Landesverfassung schlechter als Westmecklenburg.
Stefan Sauer Vorpommern wie hier Loitz geht es nach 20 Jahren Landesverfassung schlechter als Westmecklenburg.

Zwei Jahrzehnte nach Inkrafttreten sind nach Angaben der Linken zentrale Ziele der Verfassung Mecklenburg-Vorpommerns nicht erreicht. "In der Antwort der Landesregierung auf unsere Große Anfrage zur Landesverfassung spiegeln sich deutliche Unterschiede zwischen Anspruch und Wirklichkeit", sagte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Helmut Holter. So werde deutlich, wie stark der Ostteil des Landes abgehängt sei.

"Die Menschen im Osten sind ärmer und länger arbeitslos. Sie haben weniger Perspektiven als in Westmecklenburg", kritisierte Holter. Das führe unter anderem dazu, dass insbesondere Männer in den östlichen Landesteilen früher sterben. Die Lebenserwartung von Frauen in Rostock beträgt der Antwort zufolge 83,4 Jahre und im Altkreis Demmin 80,6 Jahre. Männer haben im Altkreis Bad Doberan mit 76,9 Jahren die landesweit höchste Lebenserwartung, die niedrigste in Greifswald mit 74,6 Jahren.

Auf 556 Seiten hat die Landesregierung Antworten auf rund 400 Fragen der Linken zusammengetragen. Die Regierung räume dabei selbst große Defizite ein, sagte Holter.

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