Neue Schneefälle erwartet:

Der Winter legt nach

Wenn in den kommenden Nächten Frau Holle wieder fleißig ist, heißt es aufgepasst im Straßenverkehr. Denn die Statistik zeigt: Leichtsinn führt auf dem Asphalt oftmals zu Übermut.

Jürgen Mahnke

Nach dem Weihnachtshochwasser im Norden kommt der Wintereinbruch: In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sollen in der Nacht zum Montag bis zu fünf Zentimeter Schnee fallen. Im Binnenland werde es voraussichtlich dicke Flocken geben, an der Nordseeküste dagegen Schneeregen, hieß es am Samstag beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg.

Bereits in der Nacht zum Sonntag werden nach DWD-Angaben in Norddeutschland Schneeschauer erwartet - vor allem auf der Ostseeinsel Fehmarn und an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Rügen. Das ist aber wirklich nicht viel - vielleicht mal ein Zentimeter Schnee. Es werde knackig kalt, bis zu minus sieben Grad sagen die Meteorologen vorher.

Mehr Vorsicht bei schwierigen Straßenverhältnissen

Schwierige Straßenbedingungen also zum Wochenanfang. Erste Grundregel dabei: Runter vom Gas! Das zeigt auch die Unfallstatistik, die auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen in diesem Jahr wieder mehr Verkehrstote gezählt hat. Bis Mitte Dezember registrierte die Polizei 91 getötete Verkehrsteilnehmer. Das waren 11 mehr als im gesamten Vorjahr. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bedauerte, dass sich die positive Entwicklung aus den vorhergehenden Jahren mit rückläufigen Opferzahlen nicht fortgesetzt hat.

"Wir haben noch keine endgültige Erklärung für die Zunahme der besonders schweren Unfälle. Aber es scheint so, dass schwierige Straßenverhältnisse wie Schnee und Eisglätte die Aufmerksamkeit der Autofahrer besonders erhöhen, sie vorsichtiger fahren", sagte Caffier. Solche Witterungslagen habe es aber weder zu Beginn, noch jetzt zum Ende des Jahres gegeben. "Das macht möglicherweise leichtsinniger, mit dann zum Teil schwerwiegenden Folgen."

Nach Angaben Caffiers hat sich die Gesamtzahl der Unfälle im Vorjahresvergleich bis Ende November sogar leicht auf knapp 49 000 verringert. Auch die Zahl der Verletzten sei zurückgegangen. Hauptunfallursachen seien weiterhin unangepasste Geschwindigkeit, Missachtung von Vorfahrtsregelungen und Fahren unter Alkohol. Allerdings sei die Zahl der von betrunkenen Autofahrern verursachten Verkehrsunfälle gegenüber 2013 zurückgegangen.