Landesfinanzen:

Steuer-Mehreinnahmen in Millionenhöhe für MV erwartet

Es sind vor allem Zuweisungen des Bundes für die Versorgung von Flüchtlingen, die dem Land Mecklenburg-Vorpommern Mehreinnahmen bescheren. Doch auch die eigenen Steuern werden noch kräftiger sprudeln, offenbart die jüngste Expertenschätzung.

Das Land MV nimmt in den kommenden Jahren voraussichtlich mehr Geld ein.
Daniel Reinhardt Das Land MV nimmt in den kommenden Jahren voraussichtlich mehr Geld ein.

Die gute Konjunktur und steigende Zuweisungen des Bundes spülen erneut mehr Geld in die Kassen des Landes als bislang erwartet. Wie das Finanzministerium am Freitag in Schwerin unter Berufung auf die jüngste Steuerschätzung mitteilte, kann Mecklenburg-Vorpommern noch für 2015 mit Mehreinnahmen gegenüber der Maischätzung von gut 94 Millionen Euro rechnen.

Im kommenden Jahr würden vorläufigen Berechnungen zufolge die Einnahmen des Landes aus Steuern, Länderfinanzausgleich und Zuweisungen des Bundes knapp 5,9 Milliarden Euro erreichen. Das wären etwa 74 Millionen mehr als im Entwurf des Landeshaushalts vorgesehen. Für 2017 werden Mehreinnahmen von 91 Millionen Euro prognostiziert.

Anhaltender Trend

Der Anstieg gehe vor allem auf Hilfen des Bundes wegen der hohen Flüchtlingszahlen zurück, hieß es. Auf diese Weise könne Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr mit 38,4 Millionen, im Jahr 2016 dann mit 60 Millionen und 2017 mit fast 78 Millionen Euro zusätzlich rechnen. Da das Land seinen Kommunen bereits die gesamten Kosten der Unterbringung von Flüchtlingen erstatte, verbleibe diese Bundeshilfen fast ganz beim Land.

Doch auch für die eigenen Steuereinnahmen des Landes sind die Prognosen positiv. Vor allem bei der Umsatz-, der Einkommen- und Körperschaftsteuer aber auch bei der Grunderwerbsteuer würden für das laufende Jahr deutliche Zuwächse erwartet. Damit setze sich der Trend der Vorjahre fort. Die wachsenden Steuereinnahmen führten aber auch zu geringeren Zuweisungen im Länderfinanzausgleich.