Süß und kurios:

Die besten Tiergeschichten der Wissenschaft

Forscher haben in diesem Jahr viel über niedliche und kuriose Lebewesen herausgefunden. Zum Beispiel, warum Pinguine mit Robotern und Koalas mit Bäumen kuscheln.

Le Maho et al./Nature Methods Der als Pinguin verkleidete Roboter soll die Tiere beobachten und die ihnen eingesetzten Chips auslesen, ohne die Pinguine dabei unter Stress zu setzen.

Auf Facebook sind niedliche oder ungewöhnliche Tiere der Renner, aber auch in der Forschung liefern sie oft amüsanten Stoff. Das Fachmagazin "Nature" hat die zehn schönsten Geschichten gesammelt und präsentiert sie in einem "YouTube"-Video. Ob kluge Äffchen oder pinkelnde Hunde, so macht Wissenschaft Spaß:

Platz 1: KUSCHELNDE KOALAS. Dass Koalas gern Bäume umarmen, ist bekannt - aber keiner wusste bisher, warum. Aufnahmen mit Wärmebildkameras haben nun gezeigt, dass sie sich an den Stämmen vermutlich abkühlen. Die Tiere legen sich an die Stelle des Baums mit der niedrigsten Temperatur. Und umarmen ihn umso leidenschaftlicher, je wärmer es um sie herum wird.

Platz 2: GASTFREUNDLICHE PINGUINE. Sonst ziemlich scheue Kaiserpinguine haben nichts gegen Roboter-Besuch - wenn der Neuling sich verkleidet. Im Pinguinkostüm durfte ein Roboter sogar mit dem Nachwuchs der Kolonie schmusen. Praktisch: So kann man die Tiere beobachten und ihnen eingesetzte Chips auslesen, ohne sie unter Stress zu setzen.

Platz 3: STARRENDE SPINNE. Riesig, rund und außenrum ziemlich haarig, so sehen die Augen der Springspinnen aus. Für eine Nahaufnahme hat Fotograf Noah Fram-Schwartz im Herbst einen Preis gewonnen. Er hatte die Augen der behaarten Spinne ungefähr um das 20-Fache vergrößert.

Platz 4: FRISURBEWUSSTE AFFEN. Ganz ohne Spiegel und Fön tragen diese Primaten eine beeindruckende Haarpracht zur Schau. Fünf neue Arten der Sakiaffen wurden in diesem Jahr entdeckt, man hatte sie bisher fälschlicherweise für Unterarten gehalten.

Platz 5: RUDEL-ROBOTER. Sie sind eigentlich gar keine Tiere - aber benehmen sich ein bisschen so. Die nur pfenniggroßen Geräte können alle zusammen einen Plan verfolgen und sich zu vorgegebenen Formen zusammenstellen. Das Prinzip: Der Einzelne muss nicht allzu klug sein, in der Masse kommt trotzdem was dabei raus.

Platz 6: REISENDE ECHSEN. Eidechsen sind Meister der Tarnung. Weil sie als blinde Passagiere auf Schiffen oft unentdeckt bleiben, kommen sie weit rum - und breiten sich auch dort aus, wo man sie nicht unbedingt vermuten würde.

Platz 7: TANZENDER FROSCH. Weil lautes Wasserrauschen ihr Quaken übertönt, haben die Frösche der Gattung Micrixalus sich etwas einfallen lassen: Um Weibchen zu umgarnen, strecken sie ihr langes Hinterbein hoch in die Luft und setzen es elegant wieder ab.

Platz 8: DUMBO-OKTOPUS. Seinen Spitznamen verdankt der Grimpoteuthis bathynectes seinen Flossen, die sehr an Elefantenohren erinnern. In diesem Jahr wurde im Golf von Mexiko zum ersten Mal einer dieser Tiefsee-Oktopusse dabei gefilmt, wie er seine Arme spiralförmig aufrollt - ein putziger Anblick.

Platz 9: PINKELNDE HUNDE. Die treuesten Freunde des Menschen erledigen ihr Geschäft nicht irgendwie, sondern richten sich nach dem Magnetfeld der Erde aus. Und zwar ganz unabhängig von der Rasse. Für diese Erkenntnis bekam ein Team von Wissenschaftlern den Ig-Nobelpreis für kuriose Forschung.

Platz 10: CLEVERE ÄFFCHEN. Weißbüschelaffen können mit Lehrvideos etwas anfangen - jedenfalls wenn es darum geht, Leckereien aus einer Kiste zu holen. Den meisten der in Südamerika heimischen Tiere gelang das, nachdem sie im brasilianischen Dschungel per Video Artgenossen zugesehen hatten, die den Kistentrick schon beherrschten.