HSBC-Bank deckt Betrugsfälle auf:

Die erfolgreiche Suche nach Steuersündern in MV

Deutsche Fahnder sind nach Auswertung von Daten der Großbank HSBC bisher in mehr als 1000 Fällen dem Verdacht auf Steuerbetrug nachgegangen. Einige dieser Betrugsfälle betrafen auch Steuerpflichtige in Mecklenburg-Vorpommern.

In der langen Liste mutmaßlicher Steuersünder, die mit Hilfe der britischen Großbank HSBC ihre Abgaben illegal minderten, waren auch Namen aus Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet.
epa In der langen Liste mutmaßlicher Steuersünder, die mit Hilfe der britischen Großbank HSBC ihre Abgaben illegal minderten, waren auch Namen aus Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet.

In der langen Liste mutmaßlicher Steuersünder, die mit Hilfe der britischen Großbank HSBC ihre Abgaben illegal minderten, waren auch Namen aus Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet. Wie das Finanzministerium in Schwerin mitteilte, hatten im Juli 2011 Steuerfahnder des Landes von den Behörden in Nordrhein-Westfalen 16 Datensätze erhalten. In sieben Fällen seien auch Strafverfahren gegen die Betroffenen eingeleitet worden. In acht Fällen hätten die Indizien nicht dafür ausgereicht, ein Fall sei zuständigkeitshalber an ein anderes Bundesland abgegeben worden.

Forderungen in Höhe von 21.658 Euro

Aus den abgeschlossenen Strafverfahren resultieren laut Finanzministerium Steuernachforderungen in Höhe von 21.658 Euro. Zudem wurden den Steuerflüchtlingen Geldstrafen in Höhe von 4650 Euro auferlegt. Die Schweizer Filiale der britischen Großbank HSBC soll Kunden aus aller Welt bei der Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe geholfen haben. Nach Angaben von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR hatten internen Dokumenten zufolge 2106 Kunden mit Deutschland-Bezug Geld von der HSBC verwalten lassen. Von deutschen Kunden seien etwa 3,3 Milliarden Euro angelegt worden. Nach Angaben aus den Bundesländern ging die Steuerfahndung aufgrund der HSBC-Daten in Deutschland in mehr als 1000 Fällen dem Verdacht auf Steuerbetrug nach.

Daten gingen 2010 an das Bundeszentralamt

Ein Insider hatte den französischen Steuerbehörden Informationen zugespielt. HSBC-Daten zu deutschen Steuerpflichtigen gingen dann 2010 an das Bundeszentralamt für Steuern. Steuerfahnder gehen Medienberichten zufolge davon aus, dass viele Konten der HSBC in Genf angelegt wurden, um Steuern zu hinterziehen und Geld zu waschen. Wegen des Verdachts der Geldwäsche hat die Schweizer Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen die eidgenössische HSBC-Tochter eröffnet.

Inzwischen ist Steuerbetrug nicht mehr ohne Entdeckungsrisiko möglich. Im Vorjahr hatten sich nach Angaben des Finanzministeriums in Mecklenburg-Vorpommern 29 Menschen selbst angezeigt und Steuern nachgezahlt.

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