Frauen sind in die Mecklenburger Seenrunde gestartet:

Die Helden der Landstraße sind auf Tour

Alle Starts zur Mecklenburger Seenrunde sind unfallfrei über die Bühne gegangen. Fast 100 Fahrer, darunter auch eine einige Frauen, haben es bisher ins Ziel der Mecklenburger Seenrunde geschafft. Einige Radfahrer mussten allerdings aufgeben. Sie waren vollkommen entkräftet.

Bahn frei für die Damen! Im Stadtgebiet Neubrandenburg regelte die Polizei den Verkehr und sperrte sicher mehr als 40 Mal die Neustrelitzer Straße für ein paar Minuten. Immerhin wollten insgesamt rund 2500 Radsportler auf die Strecke.
Paulina Jasmer Bahn frei für die Damen! Im Stadtgebiet Neubrandenburg regelte die Polizei den Verkehr und sperrte sicher mehr als 40 Mal die Neustrelitzer Straße für ein paar Minuten. Immerhin wollten insgesamt rund 2500 Radsportler auf die Strecke.
Neubrandenburg. Es ging nicht mehr. Die Muskulatur hatte dicht gemacht. An Weiterfahren war nicht mehr zu denken: Einige Teilnehmer an der Mecklenburger Seenrunde mussten aufgeben. Die kalte Nacht, am frühen Morgen kamen starke Regenschauer hinzu, haben ihren Tribut gefordert.
 
Die Besatzung des so genannten Besenwagens musste ausrücken, um völlig entkäftete Radfahrer einzusammeln. Es soll auch Verletzungen gegeben haben. Man müsse sehen, wie schwer diese sind, heißt es seitens des Organisationsteams.
 
Mehr als 100 Fahrer, darunter auch Frauen, sind derweil im Neubrandenburger Kulturpark angekommen. Ihnen sind Freude und Erleichterung ob des Geschafften anzumerken. Währenddessen sind alle Starts unfallfrei über die Bühne gegangen, sagte Polizeihauptkommissar Stefan Neumann. Er war der Einsatzleiter der Polizei. Neunzehn Beamte am Freitag und nochmals 19 am Samstagmorgen hatten die Fahrt der Radfahrer bis nach Fünfeichen abgesichert. Autofahrer auf der Neustrelitzer Straße mussten immer mal wieder ein paar Minuten warten, um die Radfahrer passieren zu lassen. Jetzt sind die Straßen im Stadtgebiet wieder frei. Allerdings müssen Verkehrsteilnehmer weiterhin mit Radfahrern rechnen, die in Neubrandenburg, aber auch insbesondere auf den Landstraßen des Kreises, unterwegs sind und Kilometer für Kilometer abreißen.
 
Momentan sind noch mehr als 500 Frauen auf ihrer Frauentour unterwegs. Insgesamt 1968 Radsportler haben sich laut Angaben der Organisatoren an den 300-Kilometer-Kanten gewagt.
 
Georg Benedix aus Sachsen war indes der Erste im Ziel nach 300 Kilometern. Er gehörte zu den Fahrern, die bereits am Freitagabend gestartet waren. Diese Radfahrer werden bei den Organisatoren liebevoll als "Nightrider" bezeichnet, also die Nachtfahrer. Der Erste konnte nahezu mit der Speed-Gruppe abklatschen, die als letzter Pulk auf die 300 Kilometer gegangen ist. Das Wetter hält sich derzeit, es ist zwar weiterhin recht frisch, aber zumindest regnet es nicht mehr.
 
Am Freitagabend war die Mecklenburger Seenrunde gestartet. Bei Bratwurst und Bambule wurden sie von hunderten Schaulustigen auf die riesige Etappe geschickt. Unter Anfeuerungsrufe keuchten sie die Bergstraße hinauf, und dann weiter nach Burg Stargard. Viele Hundert Viertorestädter hatten sich die Show nicht entgehen lassen. Noch bis 22.30 Uhr wurde gestartet.
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