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Die Kirschessigfliege breitet sich im Nordosten aus

Pfirsiche, Aprikosen, Erdbeeren: Vor der Suzuki-Fliege ist keine Obstsorte sicher. Warum sich der Schädling im Nordosten immer mehr ausbreitet.

Eine Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) könnte für Obstbauern hierzulande zu einem großen Problem werden.
Fredrik von Erichsen Eine Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) könnte für Obstbauern hierzulande zu einem großen Problem werden.

Sie ist nur knapp drei Millimeter groß, doch ihr Hunger ist riesig. Ob Kirschen, Johannisbeeren oder Pflaumen: Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) liebt Obst, vor allem die dunklen Sorten mit der weichen Schale. Nun breitet sich das ursprünglich aus Asien stammende Insekt auch im Nordosten aus. Die Fliege wurde wahrscheinlich über den Obsthandel im Jahr 2008 nach Spanien eingeschleppt. Innerhalb kurzer Zeit eroberte das Insekt Europa.

„Im Gegensatz zu einheimischen Fliegenarten befällt die Kirschessigfliege nicht nur überreife oder faule Früchte“, erklärt Antje Krüger, Sprecherin des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF). Stattdessen lege der kleine Schädling seine Eier vor allem in gesunden und reifenden Früchten ab, erläutert Krüger. Die Larven wachsen dann in den Früchten heran und ernähren sich vom Fruchtfleisch. „Für Obst- und Weinbauern kann die Kirschessigfliege daher durchaus zur Existenzgefahr werden“, warnt die Expertin. 

Die Fliege breitet sich schnell aus

Zudem vermehrt sich die Fliege schnell. „Noch im Jahr 2011 konnte die Kirschessigfliege in MV nicht nachgewiesen werden“, sagt LALLF-Sprecherin Krüger. Vier Jahre später sieht die Situation aber anders aus. Das schädliche Insekt wird nun in allen Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns bei Untersuchungen gezählt, berichtet die Expertin.

„Zurzeit gibt es aber noch nicht so viele Fliegen, dass sie zu einer Gefahr für die Obstplantagen werden könnten“, beschwichtigt Antje Krüger. In naher Zukunft könne sich das aber schnell ändern, befürchtet die Sprecherin des LALLF.

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