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Alleinerziehende in MV können ihren Kindern weniger bieten

In etwa der Hälfte der Alleinerziehenden-Haushalte im Land stehen im Monat weniger als 1500 Euro zur Verfügung. Die Hauptursache soll laut Statistik vor allem auf dem Arbeitsmarkt liegen.

Alleinerziehende haben auf dem Arbeitsmarkt oft keine guten Chancen.
Julian Stratenschulte Alleinerziehende haben auf dem Arbeitsmarkt oft keine guten Chancen.

Jeder zehnte Alleinerziehende in Mecklenburg-Vorpommern muss sich und sein Kind oder seine Kinder mit weniger als 900 Euro über den Monat bringen. Bei weiteren 39,5 Prozent lag das Nettoeinkommen im vergangenen Jahr zwischen 900 und 1500 Euro, wie das Statistische Landesamt am Montag in Schwerin nach einer Auswertung der jüngsten Mikrozensus-Befragung mitteilte.

Paare mit Kindern verfügen demnach über deutlich mehr Geld: 45,3 Prozent der Ehepaare mit Kindern und 33,5 Prozent der Lebensgemeinschaften mit Kindern erzielten Familiennettoeinkommen von 3200 Euro und mehr.

Eine mögliche Ursache für die Ungleichheit sieht das Amt in der schlechteren Position Alleinerziehender auf dem Arbeitsmarkt. Von den 61 100 Alleinerziehenden seien im vergangenen Jahr nur 63,5 Prozent erwerbstätig gewesen. Demgegenüber seien bei den 141 400 Paaren mit Kindern in 90,5 Prozent aller Fälle beide oder wenigstens ein Partner erwerbstätig. In Mecklenburg-Vorpommerns Familien lebten im vergangenen Jahr 304 900 Kinder, davon 84 300 bei Alleinerziehenden.