Keine Experimente zum Fest:

Die Nordmanntanne - sie lebe hoch!

Es gibt breite und schmale. Welche, die duften, und welche, die piken. Die Auswahl an Weihnachts­bäumen ist groß. Mecklenburger und Vorpommern bevorzugen natürliche Gewächse. Künstliche Bäume spielen kaum eine Rolle.

Nordmanntannen sind noch immer die Lieblinge in den weihnachtlichen Stuben.
Jens Büttner Nordmanntannen sind noch immer die Lieblinge in den weihnachtlichen Stuben.

Weihnachten ist nicht die Zeit für Experimente. Zumindest bei der Auswahl des dazugehörigen Baumes hat die Nordmanntanne nach wie vor die Nadeln vorn. Und auch das Selbstschlagen ist weiterhin im Trend. Dies ergab eine Umfrage des Nordkurier bei einigen der 29 Forstämter in Mecklenburg-Vorpommern. Sie bieten in den nächsten Wochen insgesamt 28 000 Weihnachtsbäume zum Verkauf an.

So sind im Forstamt Torgelow neun von zehn verkauften Bäumen Nordmanntannen, sagt der Sachbearbeiter für Holzvermarktung und forstliche Nebenerzeugnisse Reimund Ritzrow. Bevorzugt würden sie vor allem, weil sie nicht piksen, im Gegensatz zur Blaufichte zum Beispiel. Nur selbst schlagen könne man diese Bäume in Torgelow nicht, weil Nordmanntannen in der vorpommerschen „Sandbüchse“  nicht wachsen. Um den Bedarf zu decken, werden Exemplare aus der Baumschule im Forstamt Gädebehn, östlich von Schwerin, angeliefert.

Der dortige Amtsleiter Ingo Nadler bestätigt die Beliebtheit der Nordmanntanne. Insgesamt werden in diesem Jahr 4000 Bäume von dort an Forstämter im Land geliefert. Darunter auch die etwas preiswerteren Fichten und Küstentannen, die leicht nach Orange duften, sagt Nadler. Die Nachfrage sei jedoch wesentlich höher. Perspektivisch will das Forstamt 10 000 Weihnachtsbäume pro Jahr liefern können.

Piksender Baum hält Kinder von den Kerzen fern

Unter anderem im Forstamt Nossentiner Heide ist das Selbstschlagen von Weihnachtsbäumen zur schönen Tradition für die ganze Familie geworden, sagt der Leiter des Reviers Bornkrug, Siegfried Dittrich. Und: „Man glaubt gar nicht, was da alles geholt wird. Bäume mit drei Spitzen, aber manche Leute mögen das so.“ Bevorzugt werde dort ebenfalls die Nordmanntanne, aber auch die Blaufichte findet ihre Verehrer – zum einen wegen dem silbrigen Glanz ihrer Nadeln und zum anderen, gerade weil sie so pikt. Und damit Kinder vom Baum weg hält, der zum Beispiel mit echten Kerzen geschmückt ist. Wer nicht ganz so viel Platz hat, könne sich auch eine schmalwüchsige Omorika-Fichte in die gute Stube stellen.

Auch bei den anderen Anbietern von Bäumen findet die natürliche Variante mehr Abnehmer als die im Topf oder gar die künstliche.

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