Chemie-Unfall:

Drei leicht Verletzte: Lkw verliert Schwefelsäure in Parchim

Mitten in Parchim verliert ein Chemie-Laster Schwefelsäure. Mindestens drei Menschen werden bei dem Unfall leicht verletzt.

Feuerwehrleute in Schutzanzügen reinigen die Unfallstelle: Ein Lastwagen hatte 30-prozentige Schwefelsäure auf offener Straße verloren, weil Fässer der Ladung undicht gewesen sein sollen.
Jens Büttner Feuerwehrleute in Schutzanzügen reinigen die Unfallstelle: Ein Lastwagen hatte 30-prozentige Schwefelsäure auf offener Straße verloren, weil Fässer der Ladung undicht gewesen sein sollen.

Bei einem Schwefelsäure-Unfall mit einem Gefahrgut-Transporter mitten in Parchim sind am Dienstag mindestens drei Menschen leicht verletzt worden. Der Lkw-Fahrer und ein Feuerwehrmann kamen mit Atemwegproblemen vorübergehend in eine Klinik, wie Polizeisprecher Klaus Wiechmann sagte. Auch ein Polizist habe über Atemwegreizungen geklagt und sei behandelt worden.

Der Lkw hatte 30-prozentige Schwefelsäure auf zwei Straßen verloren. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein größerer Behälter der Ladung undicht. Aufgefallen war es zunächst durch Dampf. Die Straßen mussten gesperrt werden, eine Fahrbahn wurde durch  Säure beschädigt. "Inzwischen konnte eine stark befahrene Straße wieder freigegeben werden", sagte Polizeisprecher Wiechmann.

Keine Schulplause im Freien

Anwohner sollten Türen und Fenster stundenlang geschlossen halten, um Verätzungen der Atemwege zu vermeiden. Spezialisten in voller Schutzkleidung beseitigten die ausgelaufene Säure. Sie wurde teils mit Wasser verdünnt und weggespült. Die Spezialkräfte waren am Mittag noch dabei, die restliche Säure in andere Behältnisse zu pumpen. "Wir prüfen, ob die Ladung ordnungsgemäß gesichert war", sagte Wiechmann. Das Umweltamt des Landkreises ermittle ebenfalls. Zahlreiche Schüler einer nahe gelegenen Schule durften in ihren Pausen nicht auf den Schulhof, sondern sollten in ihren Räumen bleiben.