Gefährliche Körperverletzung:

Dreieinhalb Jahre Haft nach Messer-Attacke auf Ehefrau

Weil er betrunken mit einem Messer auf seine Ehefrau losgegangen war, ist ein 52-jähriger Rostocker vom Landgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Auch seine Tochter war bei dem Angriff verletzt worden.

Ein 52-jähriger Familienvater ist wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.
Bernd Wüstneck Ein 52-jähriger Familienvater ist wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.

Wegen eines Messerangriffs auf seine Ehefrau und seine Tochter ist ein 52-jähriger Rostocker am Freitag vom Landgericht der Hansestadt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Zudem werde der Mann ab Montag in einer Entziehungsanstalt untergebracht, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsverkündung.

Der Mann habe im August 2015 unter Alkoholeinfluss seine Ehefrau zunächst gewürgt und ihr ein Kissen auf das Gesicht gedrückt. Als die Frau sich wehrte, sei er mit einem Messer zurückgekehrt und habe gedroht sie umzubringen. Die gemeinsame Tochter habe die Rufe ihrer Mutter gehört und sei ihr zur Hilfe gekommen. Bei dem Gerangel seien beide Frauen an der Hand verletzt worden, sie konnten jedoch zu einer Nachbarin fliehen. Daraufhin habe der Familienvater sie verfolgt und sich mit einem weiteren Messer bewaffnet. Damit sei er auf die herbeigerufenen Polizisten zugegangen. Ein Beamter habe den Mann schließlich mit zwei Schüssen auf die Beine gestoppt.

Ursprünglich war der 52-Jährige wegen versuchten Totschlags angeklagt worden. Nach Aussagen von Ehefrau und Tochter habe er aber keine Tötungsabsicht gehabt. Deshalb sei er wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden, sagte der Vorsitzende Richter. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten gefordert, die Verteidigung zwei Jahre und zwei Monate. Strafmildernd sei das Geständnis des Mannes gewertet worden und dass er wegen der Schussverletzung bleibende Schäden am Knie davon getragen habe. Sollte sein Entzug erfolgreich sein, könnte er die Entzugs-Klinik nach zwei Jahren womöglich als freier Mann verlassen, sagte die Staatsanwältin nach der Verhandlung.

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