Weniger Polizisten an der Grenze :

Einbrecher schlagen weiter zu

Für die Menschen im äußersten Osten von MV gehört Angst vor Kriminellen zum Alltag, für die Polizei ist der Kampf gegen die Grenzkriminalität eine Hauptaufgabe. Doch mit welchem Erfolg? Das Innenministerium mauert.

Mit gelegentlichen Kontrollen zeigt die Polizei in der Grenzregion Präsenz.
Sven Hoppe Mit gelegentlichen Kontrollen zeigt die Polizei in der Grenzregion Präsenz.

Zu viele Straftaten, zu wenig Aufklärung – die Menschen im Grenzgebiet sind unzufrieden mit dem, was sie in den Jahren seit Grenzöffnung vor ihrer Haustür erleben. Mit deutsch-polnischen Streifen hat die Polizei auf den zunehmenden Unmut reagiert. Im vergangenen Jahr gab es jedoch nur 24 dieser gemeinsamen Einsätze, in diesem Jahr sind es bislang elf. Das teilte das Innenministerium mit, nachdem sich der Sicherheitspolitiker der linken Landtagsfraktion Peter Ritter und seine Fraktionskollegin Mignon Schwenke mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt hatten.

Vor dem Hintergrund, dass die Landespolizei den Kampf gegen die Grenzkriminalität im Osten MVs als eine ihrer wichtigsten Aufgaben ansieht, verlangten die Linken Auskunft über Fortschritte der Polizeiarbeit, über aktuelle Entwicklungen und Aufklärungsquoten bei Wohnungseinbrüchen. Doch sie sehen sich mit einem Satz abgefrühstückt: „Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik stehen noch nicht zur Verfügung, da diese erst zum Jahresende fertiggestellt wird“, so das Innenministerium.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald gilt als ein Hochburg der Wohnungsknacker. Im vergangenen Jahr sollen sie dort 354 Mal zugeschlagen haben, doppelt so oft wie an der Mecklenburgischen Seenplatte. Dem gegenüber stand zuletzt eine Aufklärungsquote von 25 Prozent. „Zu niedrig“, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) im Frühjahr erst eingeräumt hatte.

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