Diebe fahren auf Luxusautos ab:

Einbrecher suchen gezielt nach Autoschlüsseln

Kriminalisten beobachten immer häufiger eine Einbruchsmasche, bei der die Kriminellen es nicht unbedingt auf Wertgegenstände abgesehen haben, sondern auf Autoschlüssel.

Diebe in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben teure Autos für sich entdeckt.
Andrea Warnecke Diebe in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben teure Autos für sich entdeckt.

Die Täter dringen nachts in Häuser ein, suchen gezielt nach den Autoschlüsseln und fahren dann mit den geparkten Wagen davon: Die "Homejacking" genannte Klau-Methode gehört laut Landeskriminalamt in Mecklenburg-Vorpommern zu den neuen Trends beim Autodiebstahl. Rund 30 solcher Fälle sind im vergangenen Jahr im Nordosten registriert worden. Die Polizei in Brandenburg nennt ähnlich hohe Zahlen.

Angriffsziele sind dem LKA zufolge meist Einfamilienhäuser, auf deren Grundstücken hochwertige Autos stehen. "Andere Wertgegenstände werden von den Tätern teilweise ignoriert", erklärt eine LKA-Sprecherin die Besonderheit bei diesen Einbrüchen.  

Die Autodiebe haben es nach Erkenntnissen der Kriminalisten vorrangig auf Edelmarken wie Mercedes, BMW und Audi abgesehen. Insgesamt beläuft sich der Schaden durch "Homejacking" im Nordosten bereits auf rund 850 000 Euro. Das Polizeipräsidium in Brandenburg konnte keine konkreten Summe nennen.

Ein Grund für die Zunahme von "Homejacking"-Fällen ist nach Auffassung der Polizei die technische Verbesserung elektronischer Wegfahrsperren. Daher sei es einfacher einzubrechen und erst den Wagenschlüssel zu stehlen. Doch dadurch entsteht eine besondere Gefahr: Die Einbrecher dringen in den persönlichen Lebensbereich ihrer Opfer vor. Täter und Geschädigte können aufeinander treffen und es kann zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen.

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