Das kann teuer werden:

Empfindliche Strafen für versäumte Kehrfristen

Vor drei Jahren folgte die Umstellung auf den freien Wettbewerb im Schornsteinfeger-Handwerk. Seitdem müssen auch Kunden sich aktiv um ihre Feuerstätten kümmern. Die Bilanz fällt nicht rosig aus.

Für die Glücksbringer vom Dach und ihre Kunden ist vieles anders geworden.
Karl-Josef Hildenbrand Für die Glücksbringer vom Dach und ihre Kunden ist vieles anders geworden.

Grundstücks- und Hauseigentümer versäumen immer häufiger, Kamine, Heizungskessel und Öfen von Schornsteinfegern fristgerecht überprüfen zu lassen. Denn seit 2013 ist es ihre Pflicht, vorgegebene Kehrfristen einzuhalten.

Geldbußen bis 5000 Euro drohen

Wer die Arbeiten nicht rechtzeitig durchführen lässt, „begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro geahndet werden kann“, heißt es aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald. In Anklam seien in den vergangenen drei Jahren rund 260 Fälle von solchen Frist-Versäumnissen aufgetreten. „Nicht alle wurden mit einem Verwarn- oder Bußgeld belegt“, so Stadtinspektor Holger Peschke.

Neubrandenburg besonders auffällig

In der Stadt Waren gab es einer Sprecherin zufolge in den vergangenen drei Jahren zwölf Versäumnisse. Extremer verhält sich dies in Neubrandenburg: In der Kreisstadt sind die Fallzahlen exorbitant gestiegen. Waren es 2014 noch knapp über einhundert, lag die Zahl 2015 bei 577. 14 Fälle wurden nach Angaben von Kathleen Bötel, Sprecherin der Stadt, zur Anzeige gebracht. „Die Geldbuße lag dabei zwischen 100 und 1000 Euro.“

 

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