Grabschändung:

Erneut jüdischer Friedhof in Kleinstadt Kröpelin geschändet

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde erneut auf der jüdischen Begräbnisstätte randaliert.

Unbekannte haben mehrere Grabsteine in Kröpelin beschädigt.
A3528 Armin Weigel Unbekannte haben mehrere Grabsteine in Kröpelin beschädigt.

Unbekannte haben zum wiederholten Mal den jüdischen Friedhof in Kröpelin im Landkreis Rostock geschändet. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag in Rostock sagte, wurden sechs Grabsteine umgeworfen. Die Täter waren vermutlich am Abend des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem ansonsten geschlossenen Areal, hieß es. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise.

Der jüdische Friedhof in der Kleinstadt war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Vandalismus. So wurden 2011, 2012 und 2013 ähnliche Vorfälle bekannt, in einem Fall waren auch verfassungsfeindliche rechtsextreme Symbole auf die Steine gesprüht worden. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden.

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