Massive Zugausfälle im Nordosten:

Ersatzfahrplan für den Bahnstreik online

Die Bahn hat nun einen Ersatzfahrplan für den Regional- und Fernverkehr vorgelegt. Fast 85 Prozent der Verbindungen fallen aus.

dpa Der Nordosten ist vom Bahnstreik massiv betroffen.

Tausende Pendler und Reisende im Land werden von diesem Mittwoch an wegen des Streiks der Lokführer-Gewerkschaft GDL wieder aufs Auto umsteigen müssen. Nach Angaben von Bahnsprecher Burkhard Ahlert stellte die Bahn am Dienstag einen Ersatzfahrplan auf, der im Internet einsehbar ist

Ersatzfahrplan für Reisende aus Mecklenburg-Vorpommern
Ersatzfahrplan für Reisende aus Brandenburg

Er umfasse im Nordosten etwa 15 Prozent aller sonst üblichen Verbindungen im Nahverkehr. Er gilt zunächst bis Freitag.

Viele davon werden als Schienenersatzverkehr gefahren. «Auf den Ersatzfahrplan ist Verlass», betonte Ahlert in Berlin. Sollten sich Lokführer trotz Streiks zum Dienst melden, würden sie sofort eingeteilt - es könne also auch zusätzliche Verbindungen geben. Nicht vom Streik betroffen sind die Privatbahnen, wie die Odeg und die Usedomer Bäderbahn UBB.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern spart durch den Streik bares Geld. «Das Land muss nur die erbrachte Leistung vergüten», sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums, Steffen Wehner, in Schwerin. Nach einer ersten groben Schätzung seien während der ersten beiden Streikphasen am 22. und 23. April und vom 5. bis 10. Mai etwa 230 000 Zugkilometer von der DB Regio nicht erbracht worden.

Zu bezahlen sei allerdings der von der Bahn organisierte Ersatzverkehr, erklärte Wehner. Unter anderem deshalb sei es zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich zu berechnen, wie viel Geld das Land nicht auszahlen oder zurückfordern werde. Das Land bestellt den Schienenpersonennahverkehr und hat dafür im vergangenen Jahr rund 240 Millionen Euro bezahlt. Das Geld kommt vom Bund.

 

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