Lokführer streiken für 14 Stunden:

Erste Zugausfälle in MV

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat die Gewerkschaft der Lokführer den Bahnverkehr lahmgelegt. Schon vor dem offiziellen Start des Streiks gab es Ausfälle im Nordosten.

Die Lokführer der Deutschen Bahn treten am Mittwoch ab 14 Uhr bis Donnerstag bis 4 Uhr bundesweit in den Streik.
Arno Burgi Die Lokführer der Deutschen Bahn treten am Mittwoch ab 14 Uhr bis Donnerstag bis 4 Uhr bundesweit in den Streik.

"Im Fernverkehr haben wir erheblich Einschränkungen, der Notfahrplan läuft", sagte ein Bahnsprecher am Mittwochmorgen. Hintergrund der frühen Ausfälle sei, dass die Züge nach Streikende am Donnerstag um 4 Uhr bereits an ihren Einsatzorten stehen sollen. So fielen unter anderem Verbindungen von Rostock, Schwerin und Neubrandenburg nach Kopenhagen, Frankfurt/Main und München laut Fahrplanauskunft der Bahn aus.

Der Regionalverkehr laufe noch weitgehend planmäßig, sagte der Sprecher. "Aber auch da müssen wir schauen, ob wir schon die Züge vor Streikbeginn herausnehmen." Ein Ziel des frühen Herausnehmens von Zügen sei, dass die Strecken nicht mit Zügen zugestellt sind. So soll erreicht werden, dass der Berufsverkehr am Donnerstag so weit wie möglich planmäßig anlaufen kann. "Wir wollen dann nicht vor einem großen Berg stehen, der erst abgearbeitet werden muss."

Erst in der vergangenen Woche hatte ein neunstündiger Streik den Bahnverkehr gelähmt. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld und eine zwei Stunden kürzere Wochenarbeitszeit.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber verurteilte den Streik. "Es ist ein rücksichtsloses Treiben auf dem Rücken unserer Kunden und des Unternehmens." Besonders dreist sei der flächendeckende Arbeitskampf, da gerade verabredet worden sei, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen. Für Mittwoch und Donnerstag waren vertrauliche Treffen verabredet. "Diese Chance wird durch den Streik mutwillig vertan."
 

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