DDR-Willkür:

Es herrscht weiter Andrang auf Entschädigung

Auch 24  Jahre nach dem Ende der DDR beantragen Betroffene staatlicher Willkür im Nordosten noch Entschädigungsleistungen.

 Monatlich gingen rund 40 Anträge ein, teilte das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommerns mit. Zwei Drittel davon beträfen Rehabilitationsleistungen, ein Drittel die SED-Opfer-Rente. Im ersten Halbjahr seien mehr als sechs Millionen Euro ausgezahlt worden.

Das zeige, dass die Aufarbeitung der DDR-Geschichte noch nicht abgeschlossen werden dürfe, sagte Ministerin Uta-Maria Kuder (CDU) in Bützow (Landkreis Rostock). Dort fand das elfte Treffen ehemaliger politischer Häftlinge statt. Bützow habe sich in das Leben der Betroffenen als Ort der Willkür, Schikane und der Qualen eingebrannt, so Kuder. Millionen Menschen hätten die DDR zum Glück nicht von dieser Seite kennenlernen müssen. „Das sollte aber auf keinen Fall dazu führen, das ostdeutsche System schönzureden.“ Diktatur dürfe niemals glorifiziert werden.

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