Wenn das Ordnungsamte den Abschleppdienst ruft:

Falschparker werden zur Kasse gebeten

In Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark schwanken die Preise für das Abschleppen. Rostock ist für Verkehrssünder ein gewagtes Pflaster, Prenzlau langt weniger hin. Wie sehr werden Fahrer zur Kasse gebeten?

Das kann passieren, wenn das Auto unberechtigt auf einem Behindertenparkplatz steht. Wie teuer das wird, ist von Stadt zu Stadt verschieden.
Rainer Jensen Das kann passieren, wenn das Auto unberechtigt auf einem Behindertenparkplatz steht. Wie teuer das wird, ist von Stadt zu Stadt verschieden.

Neubrandenburg. „Da komme ich zurück und denke: ‚Wo ist mein Auto?‘“ Wo Stefanie Müller (Name geändert) es abgestellt hat, steht kein Auto mehr. Abgeschleppt. Die Frau hatte übersehen, dass auf dem Boden ein Rollstuhl aufgemalt und daneben der Behindertenparkplatz ausgeschildert ist. 150 Euro musste Stefanie Müller an den Abschleppdienst abdrücken, 35 Euro für das Bußgeld.

Damit ist sie vergleichsweise günstig davon gekommen. In Hamburg hätte das 260 Euro ohne Bußgeld gekostet, wie ein Vergleich des Automobilclubs ACE ergeben hat. In Neubrandenburg zahlen Autofahrer 124,50 Euro, wenn das Ordnungsamt den Schlepper ruft. Darin enthalten sind der Abschleppdienst (110 Euro), eine Verwaltungsgebühr (11 Euro), eine Auslagegebühr (3,50 Euro) und falls das Auto nicht am gleichen Tag abgeholt wird, eine Standgebühr von 10 Euro pro Tag. Das sieht in Rostock anders aus. 120 Euro kostet der Abschleppdienst. Hinzu kommt eine Verwaltungsgebühr von 42 Euro und Kosten von acht Euro für die Verwahrung des Fahrzeuges. Dass die Gebühr in Rostock im Vergleich so hoch ist, ist in der Verwaltungsvollzugskostenverordnung des Landes geregelt. 42 Euro sind demnach die geringsten Kosten, die berechnet werden dürfen. Das nehme die Stadt in Anspruch, um den Zeit- und Personalaufwand zu decken, sagt Pressesprecher Ulrich Kunze.

Prenzlau ist für Falschparker ein günstigeres Pflaster. Dort werden Fahrzeuge in der Regel nur umgesetzt. Das kostet rund 70 Euro. Verwaltungsgebühren werden dort nicht erhoben, ebenso wenig wie in Waren.

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