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Fehlender Geldsegen hält viele Projekte in der Warteschleife

Eines der größten Förderprogramme der EU kommt nicht so richtig in Fahrt. Projekte, die bereits mit den Mitteln gerechnet haben, müssen Geduld haben.

Die Europapromenade auf der Insel Usedom wurde in der vergangenen Förderperiode durch die EU mitfinanziert.
Jens Büttner Die Europapromenade auf der Insel Usedom wurde in der vergangenen Förderperiode durch die EU mitfinanziert.

Viele grenzüberschreitende Projekte in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg liegen derzeit auf Eis, weil die 130 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Interreg 5A auf sich warten lassen – obwohl die siebenjährige Förderperiode bereits 2014 begonnen hat. So sind die beiden Service- und Beratungszentren (SBC) der Kommunalgemeinschaft Pomerania in Neubrandenburg und Schwedt derzeit aus „fördertechnischen Gründen“ nicht besetzt. Doch ausgerechnet sie bieten Beratung und Hilfe bei der Suche nach Vereinen, Kommunen oder Unternehmen in der Wojewodschaft Westpommern, um eventuell ein grenzüberschreitendes Projekt starten zu können.

„Die Mitarbeiter sitzen zu Hause“, bestätigt Andrea Gronwald, Geschäftsführerin der Pomerania. Obwohl sie einen guten Job gemacht hätten, sei es nicht gelungen, eine Anschlussfinanzierung für die Beratungszentren hinzukriegen.

Warum alle auf das Geld warten, obwohl die aktuelle Förderperiode bereits 2014 begonnen hat, erklärt Gunnar Bauer vom Wirtschaftsministerium mit einem „ausführlichen Konsultationsprozess mit der Europäischen Kommission“, sodass das gesamte Programm erst im September 2015 genehmigt werden konnte. Jetzt befände es sich in der Endphase der Vorbereitung, die ersten Anträge sollen demnach im ersten Quartal 2016 eingereicht werden können.