Verkehr:

Firmen fordern länderübergreifenden Ausbau der Bundesstraße 96

Ostsee und Mecklenburgische Seenplatte ziehen jährlich Zehntausende Touristen an. Zwischen Neubrandenburg und Berlin liegt die beliebte Bundesstraße 96 als kürzeste Verbindung. Ihr seit 1990 geplanter Ausbau stockt aber immer noch. Nun wollen die IHK Potsdam und Neubrandenburg mehr Druck machen.

Solche dreispurigen Abschnitte wie auf der B96n bei Rambin könnten auch zwischen Neubrandenburg und Berlin entstehen.
Stefan Sauer Solche dreispurigen Abschnitte wie auf der B96n bei Rambin könnten auch zwischen Neubrandenburg und Berlin entstehen.

Die Wirtschaft in Brandenburg und im Osten Mecklenburg-Vorpommerns fordert endlich einen zügigen Ausbau der Bundesstraße 96. Wie das politisch stärker forciert werden kann, wollen die Spitzen der Industrie- und Handelskammern Potsdam und Neubrandenburg am Montag besprechen.

„Die B96 ist eine wichtige Nord-Süd-Achse vom Berliner Raum nach Skandinavien, der Ausbau steckt aber zwischen Berlin und Neubrandenburg noch am Anfang fest“, sagte Neubrandenburgs Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch. Die B96 sei „Lebensader für Wirtschaft und Tourismus der Region“ und der Ausbau auch für die Sicherheit der Menschen nötig.

„Auf Rügen ist man schon deutlich weiter mit Planungen und Ausbau“, sagte Haasch. Das Problem sei die 105 Kilometer lange, enge Trasse von Neubrandenburg nach Oranienburg. Die Alternative über die Autobahnen 20 und 11 sei fast 90 Kilometer länger. Ein erst geplanter vierspuriger B96-Ausbau sei vom Tisch. Nun soll es Abschnitte mit drei Spuren und Ortsumgehungen geben, die aber noch nicht verbindlich im Bundesverkehrswegeplan stünden. Haasch nannte Neubrandenburg, Usadel, Löwenberg, Gransee und das Nadelöhr Fürstenberg. Dort wird die B96 von Pfingsten an schon wegen dringender Bauarbeiten für rund einen Monat gesperrt.

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