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Flüchtlinge sorgen für Einwohnerzuwachs in Neubrandenburg

Die Stadt hatte vor der Wende rund 90.000 Einwohner, zuletzt jedoch weniger als 65.000 - und konnte den Abwärtstrend nicht aufhalten. Doch jetzt wendet sich das Blatt.

Bernd Wüstneck Das "Haus der Kultur und Bildung" (HKB) in Neubrandenburg. Wo einst das Kulturleben in Neubrandenburg stattfand, dominieren heute Geschäfte. Die Stadt hat 25.000 Einwohner nach der Wende verloren.

Der Zustrom von Flüchtlingen sorgt in Neubrandenburg wieder für einen leichten Bevölkerungszuwachs. Wie Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) am Donnerstag sagte, leben derzeit 64 237 Einwohner in der drittgrößten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Das seien rund 200 Bewohner mehr als noch zu Jahresbeginn. Lebten Anfang des Jahres 1816 Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt, so seien es jetzt 2498 Bewohner mit Flüchtlingshintergrund.

Witt hatte schon im Spätsommer dazu aufgerufen, den Flüchtlingsstrom stärker als Chance zu begreifen. Unternehmen und Vereine sollten dies nutzen und versuchen, qualifizierte Menschen besser zu integrieren. Die Malteser betreiben im Neubrandenburger Osten mit rund 650 Zuwanderern eine der größten Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber im Nordosten. Die Stadt hatte 1989 rund 90 000 Einwohner, war stark von Abwanderung betroffen und konnte diesen Trend bisher nicht dauerhaft umkehren.

Kommentare (4)

Eine Stadt ohne wirkliche Perspektive für junge Familien .Keine wirkliche Ansiedlung von Firmen../Jobs dazu steigengende Lebenshaltungskosten...Kitagebühren..Hortgebühren...Essenentgelt usw...Viele fahren auf Montage um ihr Leben zu bestreiten und ihre Familie zu ernähren oder arbeiten hart zum Mindestlohn.Deswegen verlassen viele diese Stadt...null Perspektive.Da kommt es gerade recht die jetzige Situation schön zu reden.Soll das unsere Zukunft sein, junge deutsche Familien die hier keine Zukunft haben durch Flüchtlinge/Migranten zu ersetzen.

hat aber schon mitbekommen das es nur wenige Flüchtlinge sind die höher qualifiziert sind. Da bin ich echt gespannt wie man diesehier in Arbeit bringen will. Wie Otto08 schon schrieb, viele Menschen kehren wegenPerspektivlosigkeit NB den Rücken und sind dann für immer weg. Aus meiner Schulklasse sind gerade mal zwei Leute in NB geblieben. Und hier freut man sich das durch Flüchtlinge die Einwohnerzahl wieder steigt. Verrückte Welt.

Ja, es gibt nur wenige Großbetriebe in MV, aber NEIN, auch Neubrandenburg ist definitiv nicht perspektivlos. Es gibt so viele Unternehmen, in denen gerade ein Generationswechsel stattfindet. Das reicht von den städtischen Betrieben, der Polizei, über Handwerksbetriebe bis hin zu Parteien... Und wenn mal begriffen hat, dass MV ein Flächenland ist und dies eine gewisse Reisebereitschaft zum Arbeitsplatz oder im Arbeitsprozess voraussetzt, dann ergeben sich noch viel mehr Möglichkeiten... Es ist nicht leicht, aber es ist auch nicht leichter in Großstädten wie Hamburg und Berlin. Da gibt es viel mehr Bewerber auf eine Stelle. Suchen, Finden, dafür Begeistern, wenn nötig Qualifizieren, Anpacken.

Die Realität ist aber eine andere.Es fahren zig tausende in MV zur Montage oder wie sie es nennen nehmen eine große Reisebereitschaft in kauf.Zu einem hohen Preis.Kein wirkliches Familienleben ...man sieht Kinder nicht aufwachsen und kann an Familieleben nicht teihaben.Zudem muss man auch eine Frau haben die diesen Blödsinn auf Dauer mitmacht.Chancen und Jobs gibt es in Neubrandenburg ja auf haben sie sich mal informiert wie diese bezahlt werden.Flexibel sind die meisten...aber deswegen den Bevölkerung sanstieg als Erfolg zu verkaufen ist schon ein Schlag ins Gesicht für jeden der seine Heimat verlassen musste wegen Perspektivlosigkeit.Solche Sprüche haben gerne Leute drauf die sowas in ihrem Leben noch nicht durchgemacht haben und schön im warmen Nest zu Hause sitzen