Integration:

Flüchtlingskinder lernen in vielen Deutsch-Intensivkursen

Mit der großen Zahl an Flüchtlingen sind auch viele Kinder nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Das von manchen befürchtete Chaos an den Schulen sei aber ausgeblieben, sagt der Bildungsminister.

Die schulische Integration von Flüchtlingskindern wurde laut Mathias Brodkorb (SPD) gemeistert.
Arno Burgi Die schulische Integration von Flüchtlingskindern wurde laut Mathias Brodkorb (SPD) gemeistert.

Immer mehr Schüler mit Migrationshintergrund nehmen in Mecklenburg-Vorpommern an Deutsch-Intensivkursen teil. „Alles in allem haben die Schulen die Integration von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien gut gemeistert“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) am Montag. Die Zahl der Schüler mit besonderem Deutsch-Förderbedarf stieg seit Herbst vorigen Jahres von knapp 4000 auf jetzt mehr als 5500. Der Zuwachs gehe größtenteils auf Flüchtlinge zurück, die meisten dieser Kinder besuchten Grund- und Regionalschulen, hieß es.

Im Mai gab es an 163 allgemeinbildenden Schulen insgesamt 228 Deutsch-Intensivkurse sowie an 13 Berufsschulen 42 Vorbereitungsklassen für Kinder und Jugendliche ohne ausreichende Deutschkenntnisse. Seit Schuljahresbeginn habe das Land zusätzlich 160 Lehrerstellen für das Fach „Deutsch als Zweitsprache“ geschaffen, 50 davon seien derzeit unbesetzt. Laut Brodkorb ist die Stellenzahl bewusst „überdimensioniert“ worden, um einen „Puffer“ für Notfälle zu haben. Bei steigenden Flüchtlingszahlen könnten weitere Lehrer und auch Erzieher beschäftigt werden.

In Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben von Brodkorb der Anteil ausländischer Schüler mit etwa drei bis fünf Prozent relativ gering.

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