Bundeswehrabzug kommt teuer zu stehen:

Flughafen Trollenhagen kostet immer mehr

Seit Jahren gibt es Diskussionen über die Sinnhaftigkeit des Flugplatzes Neubrandenburg-Trollenhagen. Der Abzug der Bundeswehr verschärft die Situation noch einmal.

Abflug: Ende 2012 hob die letzte IL 76 Richtung Afghanistan vom Flughafen-Trollenhagen ab. Die Bundeswehr gibt den Standort auf.
Wüstneck Abflug: Ende 2012 hob die letzte IL 76 Richtung Afghanistan vom Flughafen-Trollenhagen ab. Die Bundeswehr gibt den Standort auf.

Während sich die Rostocker am Mittwoch über den Start des ersten Ferienfliegers von Rostock-Laage nach Ägypten freuen konnten, dümpelt das Flugwesen in Neubrandenburg-Trollenhagen eher dahin. Nachdem vor wenigen Wochen das letzte Mal ein Bundeswehrflieger gestartet war, müssen die Gesellschafter der Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen GmbH in den kommenden Jahren erheblich mehr für die Betreibung des kleinen Airports zahlen.

Lag der Zuschussbedarf bislang bei rund 150 000 Euro pro Jahr, sollen es in diesem Jahr etwa 380 000 Euro sein, erklärte Anja Hünemörder, Sprecherin der Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw). Im kommenden Jahr sollen es laut Planung bereits etwa 410 000 Euro sein. Über die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB), ein neu.sw-Tochterunternehmen, hält das kommunale Unternehmen 12,3 Prozent der Anteile. Über den Rest der Anteile verfügen die Stadt Neubrandenburg (56,3 Prozent), der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (30) sowie die Gemeinde Trollenhagen (1,4 Prozent).

Damit nicht genug ist seit Juli dieses Jahres auch noch die Haupt-Start- und Landebahn gesperrt - wegen witterungsbedingter Schäden, erklärte Anja Hünemörder. Der Sanierungsaufwand beträgt rund 30 000 Euro, die Kosten müsste die GmbH allein tragen.

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