Obduktion bestätigt Vermutung:

Frauenleiche ist die Vermisste aus Büdelsdorf

Die seit Ostern vermisste Frau aus Büdelsdorf ist getötet worden. Das ergab die Obduktion einer in Mecklenburg gefundenen Frauenleiche. Der Leichnam war auf dem Grundstück eines Verdächtigen einbetoniert entdeckt worden.

Auf dem Grundstück ihres Bekannten in Zepelin bei Bützow sucht die Polizei am 22.04.2015 mit einem Bagger nach der vermissten Frau aus Büdelsdorf.
Auf dem Grundstück ihres Bekannten in Zepelin bei Bützow sucht die Polizei am 22.04.2015 mit einem Bagger nach der vermissten Frau aus Büdelsdorf.

Nun herrscht traurige Gewissheit: Die seit Ostern vermisste Frau aus Büdelsdorf ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Das habe die Obduktion der in Mecklenburg-Vorpommern gefundenen Leiche ergeben, auch wenn das endgültige Ergebnis des DNA-Abgleichs noch ausstehe, teilten Kieler Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der mutmaßliche Täter ist inzwischen gestorben.

Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis kam die 59-Jährige aus Büdelsdorf bei Rendsburg gewaltsam ums Leben. Nähere Angaben über die Art der Todesumstände machte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß nicht.

42-Jähriger habe die Frau schon länger gekannt

Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass ein inzwischen tödlich verunglückter Bekannter aus Zepelin (Landkreis Rostock) in Mecklenburg-Vorpommern die Büdelsdorferin getötet hat. Der 42-Jährige soll die Frau "seit längerem" gekannt und selber im Raum Rendsburg gearbeitet haben. Ein festes Paar seien die beiden nicht gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Über das mögliche Tatmotiv gab es keine Angaben.

Der mutmaßliche Täter war am vergangenen Freitag bei Wismar mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und ungebremst gegen einen Baum geprallt, das Auto brannte völlig aus. Kurz vor dem Unfall hatte der Mann erfahren, dass die Polizei sein Haus durchsuchte. Am Tag davor hatten Ermittler ihn als Zeugen vernommen. Die gesamten Umstände deuten auf einen Selbstmord hin. Polizei und Staatsanwaltschaft betonten aber am Donnerstag, die Untersuchung hinsichtlich der Ursache des Verkehrsunfalles sei noch nicht abgeschlossen.

Leiche der Frau auf dem Grundstück gefunden

Die Tote war am Mittwochnachmittag in Zepelin nach stundenlanger Suche auf dem Grundstück des Bekannten ausgegraben worden. Dabei kam auch ein Bagger zum Einsatz. Der Leichnam war einbetoniert. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass der 42-Jährige wahrscheinlich nach dem 2. April auf seinem Grundstück Erdarbeiten vorgenommen hatte. An dem Tag wollten sich beide treffen. Am 9. April erschien die als sehr zuverlässig geltende Frau nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz.

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