Ab Mittwoch:

Freizeit-Skipper an Seenplatte stecken fest

Der Schifffahrt an der Mecklenburgischen Seenplatte droht von Mittwoch an erstmals seit Jahren wieder ein kompletter Schleusenstreik.

Die Beschäftigten an der Müritz-Elde-Wasserstraße von der Müritz nach Dömitz und Schwerin sind von Mittwoch an für drei Tage zum Streik aufgerufen.
Soeren Stache Die Beschäftigten an der Müritz-Elde-Wasserstraße von der Müritz nach Dömitz und Schwerin sind von Mittwoch an für drei Tage zum Streik aufgerufen.

"Urlauber, die am Freitag ihre Boote bei Charterunternehmen abgeben müssen, sollten sich darauf einstellen", sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde, Hans-Jürgen Heymann, am Montag. Hunderte Hausboot-Urlauber und Fahrgastschiffe würden von den Streiks betroffen werden.

Wie ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte, sind die Beschäftigten an der Müritz-Elde-Wasserstraße von der Müritz nach Dömitz und Schwerin von Mittwoch an für drei Tage zum Streik aufgerufen. An diesem Donnerstag wollen zudem Beschäftigte entlang der Müritz-Havel-Wasserstraße nach Süden durch Brandenburg nach Berlin ihre Arbeit niederlegen, wozu auch die mit knapp 40 000 Booten pro Schifffahrtssaison meist befahrene Schleuse in Diemitz gehört.

Freie Fahrt hätten Bootsurlauber dann nur noch auf den großen Seen von der Müritz über Kölpin- und Fleesensee an Malchow vorbei bis nach Plau (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Hintergrund der Streiks sind Umstrukturierungen für die rund 12 000 Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Verdi fordert einen Tarifvertrag mit festgeschriebenem Kündigungsschutz und Sicherheit vor Lohneinbußen. Das habe das Bundesverkehrsministerium bisher abgelehnt.

Zu Streiks aufgerufen sind laut Verdi von Mittwoch an auch Beschäftigte der Wasser- und Schifffahrtsämter in Rostock und Stralsund. Damit wäre auch die Ostsee-Schifffahrt in der viel befahrenen Kadetrinne betroffen.
 

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