Strasburger wird Chef:

Führungswechsel in der Landespolizei

Nach 16 Jahren hängt Inspekteur Rudolf Springstein seine Dienstmütze an den Nagel. Um die Auswahl seines Nachfolgers gab es Knatsch.

Wilfried Kapischke wird ranghöchster Polizist im Land.
Winfried Wagner Wilfried Kapischke wird ranghöchster Polizist im Land.

Der Chef des Präsidiums Neubrandenburg wird ranghöchster Polizist Mecklenburg-Vorpommerns: Wilfried Kapischke übernimmt am 1. Mai den Posten des Polizeiinspekteurs von Rudolf Springstein. Das teilte am Montag Innenminister Lorenz Caffier (CDU) mit. Der Nordkurier hatte schon Mitte Januar über den umstrittenen Wechsel berichtet.

Anders als oft üblich hatten die Kandidaten lediglich elf Tage Zeit, um sich zu bewerben. Der Spitzenposten wurde auch nicht bundes-, sondern nur landesweit ausgeschrieben. Insider vermuten hinter der Ausschreibung eine gezielte Taktik von Caffier, dem Abteilungsleiter Polizei, Frank Niehörster, und Springstein: Der innere Zirkel wolle mit der Ausschreibung einen ihrer Favoriten ins Amt bringen, kritisierten Beamte hinter vorgehaltener Hand.

Erstmals ein Landeskind an der Spitze

Der 1961 geborene Kapischke stammt aus der Region Strasburg und gilt bei seinen Kollegen als „harter Hund“. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg leitete er ein
knappes Jahr.  Mit dem 53-Jährigen steht erstmals seit der Wende ein Landeskind an der Spitze der MV-Polizei – und kein „Westimport“.

Kapischkes Vorgänger Springstein geht nun in den Ruhestand. Er hinterlasse eine sehr gut organisierte Landespolizei, die einsatzbereit, führungsstark und modern ausgestattet sei, sagte Caffier. Wer neuer Polizeipräsident in Neubrandenburg wird, steht noch nicht fest. 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung