Traum vom Eigenheim:

Geänderte Ansprüche an neue Wohnungen im Nordosten

Das niedrige Lohnniveau im Nordosten ließ lange keinen großen Spielraum. Die Generation der heute 30- bis 40-Jährigen erfüllt sich aber wieder den Traum vom eigenen Haus.

Das eigene Haus ist wieder voll im Trend.
Jens Büttner Das eigene Haus ist wieder voll im Trend.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es zuletzt weniger Anträge, Wohnungen neu oder umzubauen. 2014 zählte das Statistische Landesamt 4750 Baugenehmigungen für Wohnungen. Das ist der niedrigste Wert seit 2010. Doch ein Bau-Bereich blieb stabil: Gut die Hälfte der neuen Appartments werden von privaten Bauherren als Ein- oder Zweifamilienhäuser gebaut.

Roland Blank vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen glaubt, die hohe Grunderwerbssteuer (in MV fünf Prozent) könnte der Grund sein, weshalb in MV zuletzt weniger Baugenehmigungen erteilt wurden. Dennoch bleibt er optimistisch. Generell entwickele sich der Wohnungsbau in Wellenbewegungen. Dass die Baugenehmigungen phasenweise abnehmen, sei normal. „In Mecklenburg-Vorpommern besteht Nachholbedarf bei den Eigenheim-Bauten“, sagt Blank. Nach der Wende entstanden viele Eigenheime. Danach bremste das niedrige Lohnniveau die kostspielige Realisierung privat finanzierter Häuser. Erst die nächste Generation der heute 30- bis 40-Jährigen erfüllt sich wieder den Traum vom eigenen Haus.

 

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