Wo hält sich Ralf J. versteckt?:

Gefährlicher Gewalttäter weiter auf der Flucht

Der 49-Jährige ist mehrfach vorbestraft und wurde im Maßregelvollzug unter der Prämisse behandelt, nur vermindert oder gar nicht für seine Taten schuldbar gemacht werden zu können. Für andere macht ihn das jedoch nicht weniger gefährlich.

Die Polizei sucht seit Montag nach dem entflohenen Straftäter. Bislang jedoch erfolglos.
Bernd Wüstneck Die Polizei sucht seit Montag nach dem entflohenen Straftäter. Bislang jedoch erfolglos.

Die Fahndung nach dem am Montag in Rostock geflohenen Gewalttäter ist auch am Freitag zunächst erfolglos geblieben. In der Nacht zum Freitag hatte es erneut eine Suchaktion in Rostock gegeben. Wir konnten den Mann aber nicht fassen, sagte ein Polizeisprecher. Die Suche werde fortgesetzt. Anwohner hatten gemeldet, dass der Straftäter in einem Wäldchen im Stadtteil Dierkow im Nordosten Rostocks gesichtet wurde. Knapp drei Stunden lang suchte nach Mitternacht ein Polizei-Großaufgebot nach ihm, auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Der etwa zwei Meter große Mann war nach einer Verurteilung wegen Raubes und Körperverletzung im Maßregelvollzug. Am Montag nutzte er einen Aufenthalt in der Rostocker HNO-Klinik zur Flucht. Dabei hatte er die zwei Pfleger, die ihn begleiteten, nach einem Toilettengang mit einer Schere bedroht. Im Maßregelvollzug werden schuldunfähige oder vermindert schuldfähige Straftäter behandelt. Der 49-Jährige gilt als suchtkrank. Die forensische Klinik hat unterdessen alle nicht zwingend erforderlichen Arztfahrten und Ausführungen für Patienten mit niedrigen oder keinen Lockerungsstufen ausgesetzt. Das Justizministerium hat nach Angaben eines Sprechers inzwischen der Universitätsklinik einen umfangreichen Fragenkatalog zugeschickt, um die Umstände der Flucht zu klären. Solange diese Details nicht vorliegen, könne auch nicht über weitere Konsequenzen beraten werden.

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