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Geheimgespräche: SPD sucht Koalitionspartner

Die SPD hat die Landtagswahl zwar gewonnen, kann aber nicht alleine regieren. Die ersten Gespräche mit CDU und Linken sind schon gelaufen.

Erwin Sellering (SPD, rechts), und der Innenminister des Landes, Lorenz Caffier (CDU): Regiert in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin eine rot-schwarze Koalition?
Jens Büttner Erwin Sellering (SPD, rechts), und der Innenminister des Landes, Lorenz Caffier (CDU): Regiert in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin eine rot-schwarze Koalition?

Eine Woche nach der Landtagswahl hat die SPD vertrauliche Sondierungsgespräche mit den möglichen Koalitionspartnern CDU und Linkspartei aufgenommen. „Es waren gute Gespräche und für diese Woche sind weitere vereinbart“, sagte SPD-Fraktionssprecher Alexander Kujat dem Nordkurier. Über die Verhandlungsorte sei ebenso Stillschweigen vereinbart worden wie über die Inhalte. Nach Informationen des Nordkurier lässt SPD-Verhandlungsführer und Ministerpräsident Erwin Sellering derzeit keinerlei Tendenzen für oder gegen CDU und Linke erkennen.

Alle drei Parteien hatten zu Gunsten der AfD herbe Stimmverluste einstecken müssen, trotzdem blieben die Sozialdemokraten stärkste Kraft. Die CDU rutschte hinter die AfD auf Platz drei ab. Mit den Linken hätte die SPD nur eine hauchdünne Ein-Mann-Mehrheit, mit den Christdemokraten sechs Abgeordnete mehr als benötigt.

Sollte Sellering den Linken Verhandlungen anbieten, ist aber noch lange nicht ausgemacht, ob diese sie auch annehmen. Landesvorsitzende Heidi Bluhm weist darauf hin, dass über die „Aufnahme von Koalitionsverhandlungen ein Landesparteitag entscheidet“. Ein außerordentlicher Landesparteitag ist für den 24. September nach Güstrow einberufen. Bei CDU und SPD steht das Prozedere noch nicht fest.