Unbekannte Substanz:

Gelbliche Klumpen auf Usedom angespült

Immer wieder spült das Meer Dinge an die Strände. Nun sind auf Usedom gelbe Klumpen aufgetaucht. In der Vergangenheit war so manches Strandgut brandgefährlich.

Wenn bald die Touristen an die Ostseestrände strömen, sollen keine rätselhaften Klumpen das Vergnügen stören.
Stefan Sauer/Archivbild Wenn bald die Touristen an die Ostseestrände strömen, sollen keine rätselhaften Klumpen das Vergnügen stören.

Am Ostseestrand vor Koserow auf Usedom sind Klumpen einer zunächst unbekannten Substanz aufgetaucht. Die bis zu fünf Zentimeter großen, gelblichen Klumpen wurden auf einem etwa fünf Kilometer langen Strandabschnitt gefunden und sichergestellt, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Freitag in Wolgast sagte. Experten sollten prüfen, um welchen Stoff es sich handelt. Eine Gefahr ging vermutlich nicht davon aus.

Die Polizei vermutet, dass die Substanz von einem Schiff stammt und am Donnerstag bei starkem Nordostwind angespült wurde. Zu Pfingsten werden auf den Ostseeinseln Zehntausende Urlauber erwartet.

An den Stränden waren in der Vergangenheit immer wieder Paraffinklumpen aufgetaucht, die beim Auswaschen von Schifftanks entstehen können, wie der Polizeisprecher erklärte. Paraffin sei aber heller als diese Funde. Für Aufsehen hatten auch schon Phosphorklumpen gesorgt, die Urlauber nach Nordostwinden fanden und mit Bernstein verwechselten. Diese Klumpen stammen aus versenkter Brandmunition aus dem Zweiten Weltkrieg und entzünden sich in trockenem Zustand.