Regen stört Weihnachtsgeschäft:

Geschenke-Kauf bis zum Schluss

Die Weihnachtsmärkte still und verlassen, in den Läden überschaubarer Andrang. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpomern hatten sich offenbar frühzeitig für das Fest eingedeckt. Nur Spätentschlossene waren trotz Schmuddelwetters unterwegs.

Bernd Wüstneck Auch in letzter Minute waren noch einige auf der Suche nach dem passenden Geschenk.

Bis kurz vor Ladenschluss waren am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern viele Menschen auf Geschenkesuche oder füllten ihre Lebensmittelvorräte für die Festtage auf. "Neben den Supermärkten waren kurz vor der Bescherung traditionell Parfümerien und Spielwarenläden gut besucht", sagte der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands Mecklenburg-Vorpommern, Kay-Uwe Teetz.

Statt der früheren SOS-Geschenke - Socken, Oberhemden, Schlipse - würden Spätentschlossene heute eher CDs, einen guten Wein oder Spiele kaufen. Auffallend sei zudem, dass die Tafel zu Weihnachten nicht nur besonders üppig gedeckt werde: "Viele Menschen gehen zum Fachhändler und greifen für das Festessen auch mal tiefer in die Tasche", ergänzte Teetz.

Handel hofft auf Umsatzplus

Insgesamt aber sei das Weihnachtsgeschäft etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Bei diesem Wetter überlegen die Leute zweimal, ob sie rausgehen oder nicht", nannte Teetz den Dauerregen im Advent als einen Grund für die fehlende Kauffreude. Winterbekleidung und Wintersportartikel seien angesichts der milden Witterung kaum gefragt. "Wenn etwas ging, dann wegen der kräftigen Rabatte." Ein Umsatzplus von 1,4 Prozent auf rund 1,43 Milliarden Euro Umsatz im Einzelhandel war die Hoffnung. "Wir werden wahrscheinlich bei gut einem Prozent Plus landen", prognostizierte Teetz. Für eine Bilanz sei es aber noch zu früh, erklärte er.

Der Einzelhandelsverband hofft auf die Späteinkäufer und erwartet, dass in den Tagen zwischen den Jahren noch viel gekauft wird. "Wenn die Leute Gutscheine und Bargeld aus den Geschenken einsetzen, gibt es noch einmal gute Geschäfte", sagte Teetz. Viele machten dann auch größere Anschaffungen. Die wirtschaftliche Lage würde das begünstigen. "Es gibt kaum Inflation, die Wirtschaft wächst im Land, Geld anzulegen lohnt sich nicht, aber Investitionen schon."