Backhaus handelt sich erneut Ärger ein:

Gesetzesbruch aus Liebe?

Laut Medienberichten soll Agrarminister Till Backhaus (SPD) den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Ex-Geliebten finanziell unterstützt haben. Mit den Zahlungen hat sich der Minister nun neuen Ärger eingehandelt.

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) gerät erneut in die Schlagzeilen.
Bernd Wüstneck Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) gerät erneut in die Schlagzeilen.

Das große Dilemma seines Mandanten fasst Rechtsanwalt Heiko Granzin in einem kurzen Satz zusammen: „Er hat geliebt und gezahlt.“ Und das nicht zu knapp. Zwei Jahre lang unterstützte Agrarminister Till Backhaus (SPD) seine damalige Geliebte mit einem sechsstelligen Darlehen. Teile des Geldes flossen auch in den kleinen Schäfereibetrieb seiner einstigen Partnerin. Mit diesen Zahlungen hat sich der Minister neuen Ärger eingehandelt. Nach Medienberichten hat sich Backhaus womöglich an der Schafzucht wirtschaftlich beteiligt und damit gegen das Ministergesetz verstoßen. Es verbietet Mitgliedern der Landesregierung die direkte oder indirekte wirtschaftliche Beteiligung an Unternehmen.

Den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Ex-Geliebten unterstützte Backhaus nach Medienberichten zwischen 2008 und 2010 mit rund 180  000 Euro für Pacht, Reparaturen und Betriebskosten. Mit dem Geld half Backhaus auch mehrfach, eine drohende Insolvenz des Betriebs bei Göritz abzuwenden – wie zu Jahresbeginn 2008, als er 3400 Euro überwies. Er finanzierte seiner Ex-Geliebten aber auch zwei Pferde (Andalusier) für 7000 Euro.Ein Verstoß gegen das Ministergesetz ist das aus Sicht des Backhaus‘ Anwalt Heiko Granzin nicht: „Das war eine Investition in sein Lebensglück, aber keine wirtschaftliche Beteiligung.“ Die Vorwürfe gegen seinen Mandaten weist er „ausdrücklich zurück“. Sie seien von den Medien erhoben worden. Auch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sieht keinen Verstoß gegen das Gesetz. uro

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