Grenzen der Belastbarkeit überschritten:

Gewerkschaft fordert 500 zusätzliche Polizeistellen in MV

Seit Jahren hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern mit Personalabbau zu kämpfen, jetzt schlägt die Gewerkschaft Alarm: So könne es nicht weiter gehen.

Die Gewerkschaft fordert: Die Situation der Polizei muss zur Chefsache werden.
Arno Burgi Die Gewerkschaft fordert: Die Situation der Polizei muss zur Chefsache werden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat in einem Brief an Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) 500 zusätzliche Stellen für die Landespolizei gefordert. "Die Landespolizei hat die Grenzen ihrer Belastbarkeit überschritten", heißt es in dem Schreiben des GdP-Landesvorsitzenden Christian Schumacher, das am Freitag in Schwerin veröffentlicht wurde. In Mecklenburg-Vorpommern regiere der Rotstift, der Personalabbau seit 1999 sei teilweise exzessiv.

"Durch die aktuelle Flüchtlingskrise und die daraus resultierenden zusätzlichen polizeilichen Maßnahmen wird die geschilderte Lage nochmals erheblich verschärft." Es reiche nicht, einige wenige Pensionäre zu aktivieren, schreibt Schumacher in Anspielung auf 47 zusätzliche Stellen für angehende Polizei-Ruheständler, die ihre Tätigkeit bis Ende 2016 ausdehnen können. Die Situation der Polizei müsse zur Chefsache werden, forderte der Gewerkschaftschef.

Schumacher zufolge müssten jährlich 300 angehende Polizisten neu eingestellt werden - derzeit seien es 150. Zudem fehlten in der Polizei-Verwaltung 200 Stellen.

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