Oberbürgermeisterwahl:

Greifswalder Fußmatten-Streit vor Gericht

Der Fall ist so skurril, dass er bundesweit für Aufsehen sorgte. Eine verrutschte Fußmatte soll den Oberbürgermeister-Kandidaten der CDU um den Wahlsieg gebracht haben. Jetzt wird vor dem Verwaltungsgericht verhandelt.

Die wohl berühmteste Fußmatte Deutschlands wird seit vergangenem Jahr im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald ausgestellt.
Bernd Wüstneck Die wohl berühmteste Fußmatte Deutschlands wird seit vergangenem Jahr im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald ausgestellt.

Kleine Ursache, große Wirkung: Eine simple Fußmatte bringt seit Monaten das politische Leben in Greifswald zum Beben. Weil wegen des verrutschten Abtreters eine Tür zum Wahllokal am Vormittag der Stichwahl im Mai 2015 ins Schloss fiel und für bis zu 90 Minuten verschlossen blieb, muss möglicherweise die Oberbürgermeisterwahl wiederholt werden. Der nur hauchdünn unterlegene CDU-Kandidat Jörg Hochheim legte Klage vor dem Verwaltungsgericht ein. Er geht davon aus, dass die geschlossene Tür ein erheblicher Wahlfehler war, den Ausgang der Stichwahl beeinflusst hat und damit eine Wiederholung zwingend macht.

Bei der Wahl in der langjährigen CDU-Domäne – die zudem auch zum Bundestagswahlkreis von Angela Merkel gehört – verlor Hochheim mit nur 15 Stimmen Unterschied gegen Stefan Fassbinder (Grüne). Der Historiker führt seit November nun die Amtsgeschäfte im Greifswalder Rathaus. Doch ob das so bleibt, wird am 19. Januar vor dem Greifswalder Verwaltungsgericht verhandelt. "Ich habe die Erwartung, dass das Gericht meine Auffassung teilt", zeigt sich Hochheim überzeugt.

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