Flüchtlinge:

Grenzkontrollen in Schweden wirken sich auf MV aus

Schweden kontrolliert seit Donnerstag wieder seine Grenzen. Das zeigt bereits am Rostocker Hafen seine Wirkung.

Die schwedische Polizei kontrolliert im Hafen von Trelleborg die ankommenden Fähren.
Bernd Wüstneck Die schwedische Polizei kontrolliert im Hafen von Trelleborg die ankommenden Fähren.

Nach der Einführung von Grenzkontrollen durch Schweden ist die Zahl der Transitflüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern um rund 60 Prozent gesunken. „Bei uns haben noch 352 Flüchtlinge in Rostock und 70 in Prora übernachtet“, sagte Stadtsprecher Ulrich Kunze am Freitagmorgen. Am Vortag seien es etwa 1000 Flüchtlinge gewesen.

Derzeit seien vier Notunterkünfte in Rostock in Betrieb. Rund 300 Menschen seien am Donnerstag trotz der Kontrollen mit Fähren nach Schweden gefahren. „Die Lage könnte sich am Freitag ganz entspannen, weil wir wieder rund 400 Fährtickets bekommen haben“, sagte Kunze.

Ticketkauf nur mit Ausweis

Am Donnerstag seien 43 Flüchtlinge wegen fehlender Ausweise beim Ticketkauf zurückgewiesen worden. Einige hätten Anträge auf Asyl gestellt und kamen in die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Horst. „Wir versuchen, den Flüchtlingen schon vor der Fahrt zum Hafen klarzumachen, dass das ohne gültige Papiere keinen Sinn hat“, sagte Kunze. Kontrollieren dürfe die Kommune das aber nicht.

Schweden hatte am Donnerstag die Grenzkontrollen für mindestens zehn Tage wieder eingeführt. Kontrolliert wird schon beim Kauf des Tickets, so dass niemand ohne Papiere auf die Fähren kommen soll.

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