Na dann prost!:

Grundwasser ist im Nordosten fast tadellos

Der Bundesverband der Wasserwirtschaft bemängelt den Nitratgehalt im deutschen Wasser. Für den Nordosten trifft das aber nicht zu. Die Landwirte warnen deshalb vor pauschalen Verurteilungen.

Das Trinkwasser kann im Nordosten bedenkenlos genossen werden.
Britta Pedersen Das Trinkwasser kann im Nordosten bedenkenlos genossen werden.

Trinkwasser hat in Deutschland einen tadellosen Ruf. Dennoch gibt es immer wieder Warnungen vor zu viel Nitrat und Arzneispuren im Grundwasser, aus dem im Nordosten der überwiegende Teil des Trinkwassers gewonnen wird. Nun hat auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in den Chor der Mahner eingestimmt.

Ein Viertel der etwa 1000 abgegrenzten Grundwasserkörper in Deutschland seien nicht in dem von der EU geforderten „guten Zustand“. „43 Prozent der Grundwasser weisen
bereits Nitratgehalte zwischen 25 und 50 Milligramm pro Liter auf“, sagte
Jörg Simon vom BDEW am Dienstag in Berlin.

Diese Angaben sind jedoch nicht auf den Nordosten übertragbar. Laut Angaben des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) waren 65 Prozent der über 300 Messstellen in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt ohne Befund. Aus Sicht der Gesellschaft für kommunale Umweltdienste in Ostmecklenburg und Vorpommern ist die Sache sogar noch klarer: „An keiner unserer Entnahmestellen für Trinkwasser wird der Grenzwert annähernd erreicht“, sagt Geschäftsführer Frank Strobel.

Für die Nitratbelastung des Grundwassers werden vor allem die Landwirte verantwortlich gemacht, die sich jedoch gegen eine pauschale Verurteilung wehren.