Kostenlose Segeltörns:

Haben sich Beamte schmieren lassen?

Bauamtsangestellte, die sich von einem Ingenieurbüro zur Hanse Sail einladen ließen. Nun sind sie ins Visier der Justiz geraten.

Haben sich Mitarbeiter vom Bauamt auf einen Seheltörn einladen lassen? Die Staatsanwalt ermittelt zumindest wegen des Verdachts der Korruption.
NK-Archiv Haben sich Mitarbeiter vom Bauamt auf einen Seheltörn einladen lassen? Die Staatsanwalt ermittelt zumindest wegen des Verdachts der Korruption.

Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt gegen eine Vielzahl von Behördenmitarbeiter in MV wegen des Verdachts der Korruption. Dabei geht es um kostenlose Törns bei der Hanse Sail, die ihnen ein großes Ingenieur- und Planungsbüro gewährt haben soll. Unter den Verdächtigen seien beispielsweise Mitarbeiter von Bauämtern: „Also solche, die auch entsprechende Aufträge erteilen können“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Holger Schütt. Konkret ermittle man wegen Vorteilsnahme und Vorteilsgewährung. Betroffen sind vor allem Verwaltungen im Westen und der Mitte des Landes, unter anderem die Stadtverwaltungen Schwerin und Rostock.

Laut Schütt seien einige Verdachtsfälle schon eingestellt worden, weil kein hinreichender Tatverdacht vorliegt, andere hingegen gegen eine Geldzahlung. Ermittlungen liefen aber gegen Geschäftsführung und Vorstand des sich so großzügig zeigenden Ingenieurbüros.

Das Unternehmen war am Bau des Rostocker Darwineums und der IHK Schwerin beteiligt und agiert national wie international. Die Schadenssummen bewegen sich im niedrigen dreistelligen Bereich, unter anderem sollen auch Übernachtungen und Speisen und Getränke kostenlos gewesen seien. Um wie viele Verdachtsfälle es sich genau handelt, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. In dem betroffenen Ingenieursbüro war am Freitag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. 

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