Schwerer Angriff:

Halbnackter verletzt Polizist mit Steinwurf schwer

Ein Einsatz wegen eines Randalierers in Rostock lief völlig aus dem Ruder. Dabei wurden mehrere Polizisten verletzt.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Stefan Tretropp Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Ein Randalierer hat am Montagmorgen in der Rostocker Innenstadt drei Polizisten verletzt, einen von ihnen mit einem Stein sogar schwer. Zuvor war der fast vollständig unbekleidete Angreifer in eine Wohnung eingedrungen und hatte das Mobiliar zerstört.

Wie Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion in Rostock, mitteilte, wurden die Beamten gegen 7 Uhr wegen eines Randalierers in die Kröpeliner Straße gerufen. Ein 20 Jahre alter Mann war mit einem Beutel, in dem sich Steine befanden, bewaffnet und verschaffte sich so Zutritt in ein Wohn- und Geschäftshaus in der Nähe zum Neuen Markt. Der Randalierer war nach Polizeiangaben nur mit einer Unterhose bekleidet.

Pfefferspray verletzte auch Polizisten

Nachdem sich der aggressive Mann Zutritt zum Treppenhaus verschafft hatte, trat er eine weitere Tür im obersten Stock des Hauses ein. Dort wurden die Bewohner vollkommen überrascht. Der Angreifer zerstörte wahllos ein Großteil des dortigen Inventars. Die zunächst alarmierten zwei Streifenwagenbesatzungen reichten nicht aus, um den randalierenden, hoch aggressiven Mann zu bändigen.

Weitere Polizisten eilten zur Unterstützung in die Kröpeliner Straße. Als die Beamten den Mann überwältigen wollten, warf dieser einen der mitgebrachten Steine in das Gesicht eines der Polizisten. Der 40-Jährige erlitt laut Auskunft von Pressesprecherin Yvonne Hanske eine schwere Kieferverletzung. "Unser Kollege ist glücklicherweise aber nicht lebensbedrohlich verletzt", sagte sie. Bei dem Angriff verlor der Beamte mehrere Zähne und viel Blut.

Kollegen des Verletzten setzten im Anschluss Pfefferspray ein, um den Angreifer in Schacht zu halten. Dabei wurden zwei weitere Polizisten leicht verletzt. Erst dann gelang es, den Randalierer festzunehmen. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen Erntehelfer handeln, der weder im dem betroffenen Haus wohnt, noch irgendwelche Verbindungen zu den Hausbewohnern hat.

Kurz nach dem Angriff kam die Spurensicherung zum Einsatz, Beamte in weißen Overalls betraten den Tatort und dokumentierten diesen. Geprüft wird dabei auch, ob der Tatverdächtige unter dem Einfluss berauschender Mittel stand.

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Kommentare (1)

Bevor man Pfefferspray einsetzt sollte man den Durchzug im Haus prüfen und die Anwesenden informieren, dass Pfefferspray zum Einsatz kommt. Die Pfefferspray-Partikel wabern noch minutenlang in einem Raum. Aber die Polizei weiß das ja, deshalb wurden nur zwei Polizisten verletzt. Übrigens, die Schweizer Polizei macht erst mal Selbsttest für Polizeischüler mit Pfefferspray. Nur für Schwyerdütsch-Begabte: https://www.youtube.com/watch?v=1krMaC09m4k