Weihnachtsgeschäft im Norden:

Handel trotz Schietwetter optimistisch

Last-Minute-Geschenke und volle Lebensmitteltüten vor dem Fest, Gutscheine und Geldgeschenke danach: Die letzten Verkaufstage im Jahr sind für das Weihnachtsgeschäft entscheidend, sagt der Einzelhandelsverband für den Norden - und ist zuversichtlich.

Hendrik Schmidt Wenige Tage vor Heiligabend lockt der Handel vielerorts mit Sonderangeboten und einem verkaufsoffenen Sonntag am vierten Advent.

Sturm und Ansturm im Weihnachtsgeschäft: Am letzten Wochenende vor Heiligabend haben die Einzelhändler im Norden noch einmal auf ein kräftiges Klingeln der Kassen gehofft. "Aufgrund des Schietwetters ist die Umsatzsituation im Weihnachtsgeschäft zum Teil etwas eingetrübt", sagte Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelverbandes Nord, am Samstag. "Regen, Wind und vor allem die zweistelligen Temperaturen sind kontraproduktiv." Das gelte besonders für den Verkauf von warmer Bekleidung, Winterstiefeln oder Wintersportartikeln. "In diesen Bereichen liegen wir noch hinter dem Vorjahr", berichtete er.

Etwas verhalten sei das Geschäft auch am vierten Adventswochenende gestartet. "Heute Morgen war schon zu spüren, dass es ein bisschen zögerlich anfängt", berichtete Böckenholt. "Aber die Frequenz wird zum Abend hin zunehmen", war er zuversichtlich und zeigte sich insgesamt optimistisch: "Wir gehen trotzdem davon aus, die Prognosen, die wir zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts abgegeben haben - also ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von einem Prozent - noch erreichen zu können." Hamburg liege mit einem erwarteten Umsatzplus von 1,5 Prozent gegenüber 2013 etwas besser als Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (beide jeweils ein Prozent).

Besonderes Spielzeug besonders gefragt

Entscheidend seien die verbleibenden Verkaufstage bis zum Jahresende. "Wir erwarten insbesondere zum Anfang der kommenden Woche noch einmal eine deutliche Belebung, wenn die inzwischen immer stärker werdenden Last-Minute-Käufe einsetzen", meinte Böckenholt. Dann kämen vor allem die Bereiche Uhren und Schmuck sowie Kosmetik und Parfümerie noch einmal zum Zuge. Auch der Lebensmitteleinkauf zum Fest habe begonnen und werde bis Heiligabend noch einmal deutlich stärker - und dann vor allem am 27. Dezember, dem Samstag nach Weihnachten. Hinzu komme das Einlösen von Gutscheinen sowie Geldgeschenken zwischen den Jahren.

"Für uns sind die letzten Tage das Entscheidende", betonte Böckenholt. Besonders gefragt sind bei den Kunden laut Böckenholt innovatives Spielzeug - "alles mit technischen Raffinessen" - sowie Klassiker wie Brettspiele und Gesellschaftsspiele. Unterhaltungselektronik - vom Smartphone bis zum Fernseher - stehe offensichtlich auf den Wunschzetteln der Norddeutschen ebenfalls ganz oben. Aber auch Bücher dürften unter vielen Weihnachtsbäumen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern liegen: Das Buch scheint gerade auch zu Weihnachten immer noch ein Klassiker und Renner zu bleiben.

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