Gute Auftragslage:

Handwerker kommen mit der Arbeit nicht nach

Die Auftragsbücher sind derzeit gut gefüllt. Und der Flüchtlingsstrom spült neue Bestellungen in die Betriebe. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Kunden.

Handwerker haben derzeit alle Hände voll zu. Durch die benötigte Sanierung vieler leerstehender Wohnungen für Flüchtlinge, wächst ihr Arbeitsberg weiter.
Nicolas Armer Handwerker haben derzeit alle Hände voll zu. Durch die benötigte Sanierung vieler leerstehender Wohnungen für Flüchtlinge, wächst ihr Arbeitsberg weiter.

Die ersten Aufträge wurden schon erteilt. In Wismar zum Beispiel lässt der Landkreis Nordwestmecklenburg ein ehemaliges Lehrerhaus von Trockenbauern und Malern zum Asylbewerberheim herrichten. Und in Stralsund wurde im Auftrag des Landkreises Vorpommern-Rügen das Parkhotel auf den Einzug syrischer Emigranten vorbereitet. „Wir erwarten, dass die Öffentliche Hand angesichts des Flüchtlingsstroms bald sogar wesentlich mehr Aufträge auslösen wird“, sagt die Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Handwerk, Antje Lange. Vor allem im Bereich Wohnungsbau, Gerüstbau, Wärmedämmung, aber auch Tischler, Klempner und Elektro dürfte der Bedarf im Winterhalbjahr deutlich steigen.

Das Problem: Viele Handwerksbetriebe sind derzeit ohnehin schon weitgehend ausgebucht. In fast allen Branchen seien die Auftragsbücher gut gefüllt, bestätigt Claudia Alder, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern. Der durchschnittliche Auftragsbestand betrage derzeit komfortable 6,8 Wochen, im Bauhaupt- und Ausbauhandwerk sogar 7,7 und 7,3 Wochen. „Wir haben zurzeit die besten Konjunkturwerte der letzten zehn Jahre.“

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