Nebenbuhler lebensgefährlich verletzt:

Harpunenschuss in Stavenhagen: Ankläger fordert Bewährungsstrafe

Der 18-jährige Tatverdächtige hatte im April einen Widersacher duelliert und mit einem Pfeil am Hals getroffen. Das Urteil am Landgericht Neubrandenburg wird noch heute erwartet.

Am Landgericht Neubrandenburg muss sich am Montag ein 18-Jähriger wegen versuchten Totschlags verantworten. Er soll seinen Nebenbuhler mit einer Harpune beschossen haben.
Winfried Wagner Am Landgericht Neubrandenburg muss sich am Montag ein 18-Jähriger wegen versuchten Totschlags verantworten. Er soll seinen Nebenbuhler mit einer Harpune beschossen haben.

Staatsanwaltschaft und Verteidiger forderten am Montag im Prozess am Landgericht Neubrandenburg übereinstimmend 18 Monate Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Strafe solle für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden. Hauptgrund dafür sei, dass der Angeklagte damals erst selbst mit Schlägen angegriffen worden sei und "erhebliche Reifeverzögerungen" habe.

"Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes über das Ziel hinausgeschossen", sagte Staatsanwalt Andreas Gentz. Der Angeklagte hatte gestanden, im April eine Harpune auf einen 25-Jährigen abgefeuert zu haben, die den Mann lebensgefährlich am Hals verletzte. Die beiden hatten sich zu einer Art Duell um eine Freundin verabredet, sagte der Staatsanwalt. Der Nebenbuhler war jedoch mit seinem 25-jährigen Bruder erschienen, der sofort aus dem Auto ausgestiegen und den Harpunenschützen geschlagen haben soll.

Nebenklage fordert härtere Bestrafung

Daraufhin hatte der 18-Jährige aus der Hüfte geschossen, den 25-Jährigen am Hals getroffen und war dann geflohen. Der Getroffene überlebte. Die Vertreterin der Nebenklage forderte eine härtere Bestrafung wegen versuchten Totschlags, wie zunächst in der Anklage formuliert. Das Urteil soll noch am Nachmittag verkündet werden.

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