Viele sind zu schludrig:

Hat Ihr Impfpass auch Lücken?

Mecklenburg-Vorpommerns Kinder sind top geimpft. Bei vielen Jugendlichen und Erwachsenen sieht das schon schlechter aus.

Der Impfschutz sollte regelmäßig aufgefrischt werden.
Ralf Hirschberger Der Impfschutz sollte regelmäßig aufgefrischt werden.

Die meisten Erstklässler in Mecklenburg-Vorpommern sind gegen vermeidbare Krankheiten wie Masern, Tetanus, Keuchhusten oder bakterielle Hirnhautentzündung geimpft. Die Durchimpfungsraten betragen über 90 Prozent, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtet.

Bei den Jugendlichen verfüge aber nur noch jeder Zweite über einen altersgerechten Impfschutz. Nachholbedarf gebe es vor allem bei den Auffrischimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten. Auch bei Erwachsenen gibt es demnach erhebliche Lücken.

Alle zehn Jahre sollte Tetanus aufgefrischt werden

So sollte alle zehn Jahre der Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) aufgefrischt werden, wie aus der Internetseite des Lagus hervorgeht. Über 60-Jährige sollten sich gegen Pneumokokken immunisieren lassen, die Lungenentzündungen verursachen. Die jährliche Grippeschutzimpfung wird vor allem Älteren und krankheitsanfälligen Menschen empfohlen.

Ein neuer Impfkalender mit den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts Berlin soll Eltern im Nordosten an den Piks für die Gesundheit erinnern. Darin sei auch die Rotavirus-Impfung für Säuglinge enthalten, die seit August empfohlen werde, teilte die Techniker Krankenkasse am Dienstag in Schwerin mit. Neben den Impfungen seien auch die Vorsorge-Untersuchungen auf dem Kalender vermerkt, den die Kasse in den nächsten Tagen an Kinderärzte und Gesundheitsämter im Land verteile.

Sorge vor Einschleppung von Polio

Im Oktober war die ansteckende Krankheit, die in Europa als ausgerottet gilt, in dem Bürgerkriegsland Syrien ausgebrochen. Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, könnten den Erreger mitbringen. Den Flüchtlingen werde in den Aufnahmeeinrichtungen eine Impfung gegen Polio nahegelegt, sagte Martina Littmann vom Landesamt für Gesundheit und Soziales am Dienstag in Schwerin. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien vor mehr als zwei Jahren seien die Impfzahlen dort eingebrochen. Bisher seien in Deutschland keine Infektionen mit Kinderlähmung bekanntgeworden.

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