Trauer im Schweriner Zoo:

Heinrich der Löwe ist tot

In den letzten Jahren hatten sich bei Heinrich Alterserscheinungen eingestellt. Jetzt drohte ein Nierenversagen. Der Zoo wollte dem Tier das ersparen.

Jens Büttner Dieses Bild vom stolzen Schweriner Löwen "Heinrich" ist vor fünf Jahren entstanden. Zuletzt ging es dem Tier zunehmend schlechter.

Der einzige Löwe des Schweriner Zoos ist tot. «Heinrich» wurde am Donnerstag im Alter von 17 Jahren eingeschläfert, wie Zoodirektor Tim Schikora mitteilte. Das Tier sei von langem Leiden erlöst worden. In freier Wildbahn werden Löwenkater Schikora zufolge nur etwa zehn Jahre alt.

"Heinrich" wurde den Angaben zufolge am 20. Juli 1997 im Zoo Karlsruhe geboren und kam ein Jahr später nach Schwerin. Dort habe er sich zum Liebling der Besucher und des Zoopersonals entwickelt. Besonders markant sei seine Erscheinung mit schwarzem, haarlosem Gesicht gewesen, die durch eine Veränderung der Haut bedingt war.

In den letzten Jahren hätten sich bei "Heinrich" allerdings Alterserscheinungen eingestellt, er habe offensichtlich unter Schmerzen gelitten. Auch habe es Anzeichen eines bevorstehenden Nierenversagens gegeben. Als sich der Zustand weiter verschlechterte, sei eine Ethikkommission des Zoos einberufen worden, die beschlossen habe, den Löwenkater einzuschläfern.

Der Tod von "Heinrich" soll nicht das Ende der Löwenhaltung im Schweriner Zoo sein. Schikora sagte, dass bis zum Frühjahr 2017 eine neue, großzügige Anlage für die Raubkatzen errichtet werden soll. Ziel sei der Aufbau eines Rudels. Dazu sollen ein Löwe und zwei Löwinnen angeschafft werden.

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