:

Hitze löst Run auf Ostsee-Strände aus

Blauer Himmel und tropische Temperaturen - die Ostseestrände locken Hunderttausende Sonnenhungrige an. Die Tourismusbranche in MV freut sich über eine 90-prozentige Buchungsauslastung - dank der Spontanbucher.

Massenhaft strömten Touristen an den Strand.
Stefan Sauer

Zehntausende zusätzliche Spontanurlauber hat die Tropenhitze an die Strände Mecklenburg-Vorpommerns gelockt. "Das ist absolut ein Wochenende, an dem der Motor auf Hochtouren läuft", sagte der Sprecher des Tourismusverbandes, Tobias Woitendorf am Samstag. Vor allem aus den großen Metropolen hätten sich viele Sonnenhungrige spontan entschlossen, an die Küste in Mecklenburg-Vorpommern zu kommen.

Die Zahl der Spontanreisenden hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Dieser Trend wird verstärkt durch die Fernbusse, die vor allem für junge Menschen in den Metropolen attraktive Angebote haben.

Die Buchungsauslastung liege jetzt bei 90 Prozent, auch die Campingplätze seien sehr stark nachgefragt, sagte Woitendorf. In der offiziellen Statistik, in der Beherbergungsstätten mit mehr als neun Betten ausgewiesen werden, gibt es landesweit rund 180 000 Betten. Dazu kommen noch 100 000 Schlafgelegenheiten auf den Campingplätzen und ungefähr die gleiche Zahl von Betten in kleingewerblichen Betrieben. Die Außengastronomie profitiere auch stark vom Wetter. Der große Andrang bedeute für die Branche eine große Herausforderung. "Bei der Hitze sind die Mitarbeiter fast im Dauereinsatz", sagte Woitendorf.

«Bei Wassertemperaturen in der Ostsee um die 18 Grad kann man sich gut abkühlen», sagte Woitendorf. Viele nutzten nach seinen Angaben das gute Wetter aber auch, um Wassersport wie Kanufahren oder Segeln zu betreiben.

Neben dem Hochsommerwetter lockten aber auch Veranstaltungen wie die am Samstag eröffnete Warnemünder Woche oder das traditionelle Sundschwimmen in Stralsund zusätzlich Besucherscharen an.

Vor dem kühlenden Bad in der Ostsee wurden die Autofahrer aber vielerorts auf eine Geduldsprobe gestellt. Vor allem die Anfahrten zu den Inseln Rügen und Usedom waren sehr stark frequentiert, wie ein Sprecher des Lagedienstes in Schwerin berichtete. Auch auf anderen Straßen zur Küste standen die Autos Stoßstange an Stoßstange. An vielen Badeorten waren zudem die Parkplätze überfüllt.